Helmuth Kiesel: Schreiben in finsteren Zeiten. Über die Geschichte der deutsch- sprachigen Literatur 1933 - 1945.

Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutete für die deutschsprachige Literatur eine beispiellose Herausforderung. Zweieinhalbtausend Autoren, darunter die besten, mussten Deutschland verlassen. Wer blieb und sich nicht auf die Seite des NS-Regimes stellte, war von Verfolgung bedroht. Dennoch entstanden Werke von zeitgeschichtlicher Repräsentanz und hohem literarischen Rang. Der emeritierte Heidelberger Literaturwissenschaftler H. Kiesel trägt vor über die erste, aus seiner Hand geschriebene Gesamtdarstellung der Epoche, die von der Kritik als „Meisterwerk“ (Die Zeit), „Meilenstein literaturgeschichtlichen Schreibens“ (Deutschlandfunk) und als „historisch exzellent grundiertes Monument“ (SZ) bezeichnet wurde. Im Gespräch mit Friederike Reents (Lehrstuhl Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, KU) berichtet er über das erschlossene literarische Feld zwischen Regimetreue und Exil und gibt Einblick in ein bewegendes, oft erschütterndes Bild jener Zeit.

kostenfrei

Datum: 17.06.26, Mittwoch, 18:15–19:45 Uhr

Ort: Eichstätt, Universitätsallee 1

Kontakt: Friederike Reents, friederike.reents(at)ku.de, Lehrstuhl Neuere Deutsche Literaturwissenschaft