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Aktuelle Forschungsprojekte

Am Fachbereich Soziologie werde gerade folgende Forschungsprojekte durchgeführt:

DFG-Projekt „Accounting im Profifußball“ gestartet

Am 1. November 2019 ist am Arbeitsbereich Prozessorientierte Soziologie das DFG-Projekt mit dem Titel "Accounting und transformatorische Effekte im Profifußball. Eine empirisch-ethnografische Studie zur Soziologie zahlen- und datenbasierter Praktiken des Bewertens und Kritisierens" gestartet. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Neu hinzugekommen zum Team der Prozessorientierten Soziologie sind ab November Max Weigelin, M. A., der das Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter unterstützen wird, sowie Moritz Brinkmann als wissenschaftliche Hilfskraft. Damit ist das Projekteam um Leiter Prof. Dr. Robert Schmidt und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Hodek, M. A., nun komplett.

Das Forschungsprojekt untersucht die Herstellung, die Verbreitung und die Gebrauchsweisen von Spiel- und Leistungsdaten im professionellen Fußball und bearbeitet zentrale Desiderate der soziologischen Accounting- und Bewertungsforschung. Für einen gelungenen Projektstart sind bereits erste Arbeitsschritte unternommen worden. Dazu gehört auch die Gestaltung einer Projekthomepage, die sich aktuell im Aufbau befindet. In der Zwischenzeit finden sich erste, weiterführende Informationen unter https://www.ku.de/ggf/soziologie/soziologie3/ueberblick/forschung/dfg-projekt-accounting-im-profifussball/


Pilot-Studie für das Forschungsprojekt "Sicherheit und Privatheit im öffentlichen Raum"

Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Eifler, Prof. Dr. Joost van Loon

Mitarbeiter: Hannah Schwarzbach, M.A., Edda Mack, M.A.

Beschreibung: Das Projekt wurde in Zusammenarbeit der Lehrstühle „Soziologie I“ (Allgemeine Soziologie und soziologische Theorie) und „Soziologie II“ (Soziologie und empirische Sozialforschung) der KU Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. Im Rahmen des Projekts wird eine methodische Weiterentwicklung des „Factorial Survey Approach“ angestrebt. Hierzu werden experimentelle Elemente in das Forschungsdesign integriert. Seitens der soziologischen Theoriebildung wird eine methodologische Erneuerung ermöglicht, in dem durch den verstärkten Fokus auf materielle und situative Bedingtheit eine erweiterte Grundlage für die Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Fremdheit und Unsicherheit im öffentlichen Raum geschaffen wird. Untersucht werden Prozesse der Verortung von materiell-semiotischen Assoziationen im öffentlichen Raum. Es geht dabei vor allem um eine Erfassung der räumlichen Struktur und ihrer Zusammenhänge mit dem sozialen Leben an bestimmten öffentlichen Orten. Der Schwerpunkt liegt hierbei vor allem darauf, die materielle Bezogenheit von Unsicherheit herauszuarbeiten.


Bei dem Pilot-Projekt handelt es sich um eine erste Testphase des entwickelten Forschungsinstruments im Rahmen einer Vorstudie.

Aktueller Fortschritt: Datenanalyse

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Stefanie Eifler




Erklärung der Eichstätter Soziologie

Der Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen in Europa, der autoritär-diktatorische Transformationsprozess in der Türkei sowie die rassistischen Abschottungs- und Ausgrenzungsprozesse nach dem Wahlsieg von Donald Trump und dem britischen Brexit-Votum sind nur die augenfälligsten Kennzeichen einer Entwicklung, die nicht nur die Demokratie, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft gegenwärtig massiv bedrohen und gefährden. Diese Entwicklungen haben mittlerweile einen Resonanzraum erzeugt, der rassistische und menschenfeindliche Parolen salonfähig macht. Dieser Resonanzraum ist auch an der KU spürbar. Konkret erleben wir, dass der wissenschaftliche Austausch mit türkischen Kolleg*innen nicht mehr möglich ist, weil sie daran gehindert werden die Türkei für Gastvorträge oder Forschungsaufenthalte zu verlassen. Die Eichstätter Soziologie stellt sich den skizzierten Entwicklungen engagiert entgegen.

Wir fordern dazu auf, die Freiheit von Forschung und Lehre gegen deren Einschränkung zugunsten wirtschaftlicher und politischer Interessen und Ziele, gegen das „postfaktische“ Leugnen von Forschungsergebnissen, gegen die Verhöhnung der wissenschaftlich erarbeiteten Kritik an Sexismus, Homophobie und Rassismus im universitären Alltag täglich neu zu verteidigen!

Wir erklären insbesondere unsere Solidarität mit den von Reiseverboten, Kündigungen und Inhaftierungen bedrohten Kolleg*innen in der Türkei, den von Zensur, Kürzungen und Schließungen betroffenen Kolleg*innen in den USA und den Kolleg*innen der von der Schließung bedrohten Central European University (CEU) in Budapest. 

Fachgebiet Soziologie, KU Eichstätt-Ingolstadt