Anfang September waren Studierende des Masterstudiengangs “Geographie: Bildung für nachhaltige Entwicklung” acht Tage lang auf großer Exkursion in Süddeutschland. Das Besondere: Von der Planung über die Durchführung bis hin zur abschließenden Reflexion lag die gesamte Exkursion in den Händen der Studierenden.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Hiller und Dr. Ann-Kathrin Bremer führte die Exkursion zunächst zur Uniartcity in Kreßberg, einer selbstbestimmten Bildungsoase. Anschließend besuchten die Studierenden Braunsbach, das 2016 von einer verheerenden Sturzflut getroffen wurde. Eine weitere Station war der Nationalpark Schwarzwald. Dort führte eine Rangerin die Studierenden und Dozierenden entlang des Wilden Sees durch die eindrucksvolle Landschaft des Nationalparks. Auch der Skitourismus im Schwarzwald und seine Zukunftsperspektiven angesichts des Klimawandels waren Gegenstand intensiver Diskussionen.
Am Bodensee rückte das Thema Wasserversorgung in den Mittelpunkt. Bei einer Führung durch das Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg erhielten die Studierenden Einblicke in die Trinkwasserversorgung von mehr als vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg. In Konstanz lag der Fokus anschließend auf Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Am Bodensee beschäftigten sich die Studierenden auch mit nachhaltiger Ernährung, unter anderem auf dem Weltacker in Überlingen.
Im Allgäu stand das Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur im Mittelpunkt. Auf dem Nebelhorn waren die Studierenden zudem mit Karte und Kompass unterwegs. Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch im Planetarium Augsburg, bei dem über planetare BNE diskutiert wurde.
Die Exkursion bot vielfältige Möglichkeiten, Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch zu erfahren und mit theoretischen Ansätzen zu verbinden. Dabei reichte das thematische Spektrum von Umweltfragen bis zu sozialen, kulturellen und ökonomischen Aspekten. Auch methodisch war die Exkursion vielseitig gestaltet, von Rollenspielen bis hin zu gemeinsamen Reflexionsrunden am Abend.
Text geschrieben von: Laura Raber, Wissenschafltiche Hilfkraft an der Professur für Geographiediaktik und BNE