Bei der symbolischen Schlüsselübergabe für das neue Studierendenwohnheim in Ingolstadt waren die Ehrengäste voll des Lobes über das effektive Bau- und Projektmanagement: „Im Rekordtempo“ habe man ein neues Zuhause für Studierende geschaffen – „bezahlbar, modern und campusnah“, sagte der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Mathias M. Meyer. Ermöglicht habe dies die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Studierendenwerk, Freistaat, Stadt Ingolstadt und Bauunternehmen. Das Projekt beweise: „Studierendenwerke können mit starken Partnern schnell und kosteneffizient bauen“, so Meyer Geschäftsführer.
Mit dem neuen Wohnheim stärke der Freistaat den Hochschulstandort Ingolstadt und beweise, „dass bezahlbarer Wohnraum für Studierende kein Langzeitprojekt sein muss“, sagte Ministerialdirektor Thomas Gloßner vom Bayerischen Wohn- und Bauministerium. Der Bau des „Lutz21" kostete 37,5 Millionen Euro, davon trägt der Freistaat über das Sonderprogramm Studentisches Wohnen rund 5 Millionen Euro. Außerdem stellte er ein leistungsfries Baudarlehen in Höhe von 17,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Der Mietpreis für eines der knapp 20 Quadratmeter großen Apartments liegt bei 260 Euro zuzüglich Nebenkosten. Im April können die ersten Studierenden einziehen. Marlo Moore vom studentischen Konvent der KU sagte: "Ein solches Wohnheimprojekt ist in Zeiten hoher Baukosten nicht selbstverständlich. Umso dankbarer sind wir Studierende, dass hier bezahlbarer Wohnraum mit Fokus auf Inklusion und Nachhaltigkeit geschaffen wurde.“ Im "Lutz21" gibt es auch 12 barrierefreie und 3 rollstuhlgerechte Wohnungen. 231 Stellplätze für Fahrräder und Lastenräder wurden ebenso vorgesehen. Insgesamt gibt es vier Gemeinschaftsräume.
KU-Vizepräsident Prof. Dr. Jens Hogreve sagte: „Ein Wohnheim ist ein Raum, an dem Studierende sich eine Heimat schaffen können. Auch die KU setzt auf internationale Studierende und gerade hier ist dieses neue Wohnheim ein bedeutender Baustein auf dem Weg zu einer Stadt Ingolstadt, die alle Studierende willkommen heißt.“ Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Michael Kern ergänzte: „Wenn das Wohnheim dazu beiträgt, dass Studierende hier auch nach dem Studium ihre Wurzeln schlagen können, dann freut uns das als Stadt Ingolstadt umso mehr.“
Die Präsidentin des Deutschen Studierendenwerks, Prof. Dr. Beate A. Schücking, verwies darauf, dass für viele Studierende die Wohnungssuche inzwischen eine der größten Hürden überhaupt darstelle: “Eine Herausforderung, noch bevor das Studium richtig beginnt. Deshalb ist jedes neue Wohnheim auch eine Investition in mehr Bildungsgerechtigkeit.” Das “Lutz21” sei ein klares Signal an junge Menschen: Ihr seid hier willkommen. Ihr könnt hier studieren. Ihr findet hier auch ein Zuhause.“
Bei der Planung des Gebäudes wurde auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Das Flachdach wird als Warmdachkonstruktion mit extensiver Begrünung ausgeführt und mit einer Photovoltaikanlage versehen. Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss im Erdgeschoss, und die Apartments sind mit Fußbodenheizung ausgestattet. Mit der Fertigstellung des “Lutz21” verdoppelt das Studierendenwerk Erlangen-Nürnberg sein Wohnraumangebot in Ingolstadt. Zusammen mit den bestehenden Wohnheimen in der Münzbergstraße, Beckerstraße und der Hildegard-Knef-Straße bietet das Studierendenwerk in Ingolstadt nun insgesamt 432 Wohnplätze an.