Die Beitragenden richten ihren Fokus auf den Lehmboden selbst, auf die Verwendung von Lehm im Haus- und Befestigungsbau, auf bautechnische und experimentelle Aspekte. Chronologisch und topographisch umspannen die Themen die Bronze- und Eisenzeit in einer Region, die sich von Mittel- und Süddeutschland über Italien und Griechenland bis nach Nordafrika und den östlichen Mittelmeerraum erstreckt. Die Vorträge sind in deutscher und englischer Sprache.
Ausgangspunkt bilden Befunde, die in chronologischer, geographischer und technischer Hinsicht äußerst heterogen erscheinen, zugleich jedoch auf ein bemerkenswert breites Spektrum an Lehmbauweisen und -anwendungen hinweisen: von Lehmeinsatz in Siedlungen in Mitteldeutschland und der Lehmverwendung im Haus- und Befestigungsbau der Heuneburg über die Pisé- (Stampflehm-) Technik der bronzezeitlichen Befestigungsmauer am Stätteberg oder verschiedene Strukturen in Nordafrika bis hin zu bronzezeitlichen Beispielen aus dem östlichen Mittelmeerraum und bronzezeitlichen bis archaischen Befestigungen in Griechenland und Italien.
Mit diesem Workshop möchten wir diese unterschiedlichen Befundkomplexe fokussiert gemeinsam diskutieren und dabei technische Verfahren, funktionale Kontexte, regionale Traditionen, Wissenstransfer sowie die jeweiligen baulichen Rahmenbedingungen thematisieren.
Der Workshop ist als diskussionsorientiertes Format konzipiert.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Um Anmeldung wird gebeten (Nadin.Burkhardt@ku.de / l.nebelsick@uksw.edu.pl).
Programm zum Download.