Ausstellungseröffnung "Antike Berufe - Eichstätter Perspektiven"

Die Archäologie lädt alle Interessierten herzlich zur  Eröffnung einer Ausstellung am 13. Juli 2026 um 18 Uhr  im Foyer der Universitätsbibliothek der KU Eichstätt-Ingolstadt (Universitätsallee 1) ein: mit einer Begrüßung, einer Einführung in die Thematik und einem Umtrunk.

Gern dürfen Sie die Einladung weitergeben oder aushängen. Die Ausstellung wird bis 30. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zu sehen sein.

Während des Sommersemesters haben sich die Archäologiestudierenden an der KU mit antiken Berufen und ihren Spuren bis in unsere Gegenwart beschäftigt. Im Mittelpunkt standen typische Tätigkeiten der griechischen und römischen Welt – etwa Müller, Hirte, Fischhändler, Tuchmacher, Töpfer, Goldschmied, Arzt, Bestatter und Pädagoge. Die Studierenden untersuchten historische Quellen und archäologische Zeugnisse und führten Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern gleicher oder verwandter Berufe aus Eichstätt und Umgebung.

Dabei wurde deutlich: Archäologische Forschung beschäftigt sich nicht nur mit einer fernen Vergangenheit, sondern hilft uns, die Entstehung unserer heutigen Lebenswelt besser zu verstehen. Sie zeigt, wie eng unsere Alltagspraktiken und Handwerke in ihren gesellschaftlichen Strukturen mit der Vergangenheit verbunden sind. Viele Traditionen und Fertigkeiten, die uns heute selbstverständlich erscheinen, reichen weit zurück – manche Ideen, Arbeitsweisen und Formen des Zusammenlebens haben ihre Wurzeln bereits in der Antike.

Die Studierenden haben diese Verknüpfung von Beruf und Handwerk in der Antike mit unseren heutigen Zeiten in einer Ausstellung umgesetzt. Über ihre Produkte und Gerätschaften werden das griechische und römische Handwerk, das Wissen und das Können greifbar. Regionale Museen wie das LIMESEUM, das Stadtmuseum Ingolstadt und das Römer- und Bajuwaren-Museum Kipfenberg sowie private Leihgeber haben interessante Objekte zum Thema beigetragen.

Diese Betrachtung über große Zeiträume verdeutlicht, dass Geschichte kein abgeschlossener Bereich ist, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem auch unser heutiges Leben steht. Vieles aus der Antike ist uns daher näher, als wir vielleicht vermuten: in unseren Berufen, unseren Techniken, unseren Vorstellungen von Bildung, Gesundheit, Handwerk und Gemeinschaft.