21 Studierende aus dem Bachelorstudiengang Geographie und dem Masterstudiengang Umweltprozesse und Naturgefahren tauschten Hörsaal gegen Schneelandschaft: Im Spitzingseegebiet erhielten sie von der Lawinenwarnzentrale Bayern und der Lawinenkommission Schliersee eine praxisnahe Einführung in die Einschätzung der Lawinengefahr.
Die Geländeübung ist fester Bestandteil des Moduls „Schnee-, Lawinen- und Gletscherkunde“, das jedes Wintersemester stattfindet. Während im Hörsaal zunächst die theoretischen Grundlagen durch Expertenvorlesungen gelegt werden, geht es anschließend hinaus ins Gelände – für zwei intensive Tage am Spitzingsee:
Am ersten Tag gewährte der Lawinenwarndienst Bayern spannende Einblicke in seine Arbeit. Auf dem Programm standen Schneedeckenanalysen, klassische Stabilitätstests und als besonderes Highlight eine Vorführung der Lawinensprengbahn, die vor Ort zur Sicherung einer Straße eingesetzt wird. Der zweite Tag dient dazu, das erlernte Wissen selbst einzusetzen, also die Schneedecke zu analysieren und Aussagen hinsichtlich der Stabilität der Schneedecke zu treffen, um so zu einer Einschätzung der Lawinengefahr zu kommen.