Dienstschluss? Zwischen Regelwerk und Reformdruck

Was braucht es, damit Städte sich wirklich verändern – und warum gelingt das so selten?

 

Kommunen stehen heute im Zentrum gesellschaftlicher Transformation: Klimaschutz, Mobilitätswende, soziale Teilhabe oder neue Formen der Bürgerbeteiligung müssen konkret vor Ort umgesetzt werden. Doch Verwaltungen sind traditionell auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtet. Wie also kann Veränderung gelingen?

Diesen Fragen widmete sich am 27. Mai 2026 im Georgianum der erste Transformation Fellow der School of Transformation and Sustainability (STS), Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Transformationswissenschaftler und von 2020 bis 2025 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Als Gesprächspartner standen ihm zwei Ingolstädter Stimmen aus der Praxis gegenüber: Petra Kleine, Stadträtin und Bürgermeisterin a.D. der Stadt Ingolstadt, und Prof. Dr. Georg Rosenfeld, berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Ingolstadt. Die Moderation übernahm Prof. Dr. Harald Pechlaner, Founding Chair der School of Transformation and Sustainability (STS). 

Es entstand eine lebhafte Diskussion über die Herausforderungen kommunaler Politik, angespannte Haushaltslagen und das politische Klima in den Rathäusern. Schneidewind ist dabei eine besondere Stimme: Als Transformationswissenschaftler, der sowohl genauer Beobachter als auch provokanter Fragensteller ist, reflektierte er die Lehren aus seiner Amtszeit in seinem Buch „Dienstschluss", das an diesem Abend vorgestellt wurde. Seine Fragen nach offenen und zukunftsfähigen Stadtgesellschaften sind aktueller denn je. Petra Kleine und Georg Rosenfeld nahmen aus ihrer Ingolstädter Erfahrung Stellung und gaben dem Publikum wertvolle Einblicke in die Dynamik der aktuellen Stadtpolitik.

Der Abend fand Zuspruch bei Studierenden, Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunalverwaltung und -politik, Lehrenden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Beim abschließenden Q&A kamen sie direkt mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch – ein Forum, das die STS auch künftig für den Austausch zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis nutzen möchte.

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