Die Diskussion über die Definition beinhaltet auch die Frage, wie eng oder weit die Tourismusforschung ihren Gegenstand fassen sollte. Statistische Definitionen benötigen klare Abgrenzungen. Die Forschung befasst sich nicht nur mit Touristen, sondern auch mit Besuchern, Reisenden und Einwohnern; mit Erfahrungen, Emotionen, lokalen Gemeinschaften, Destinationsmanagement und Politik. Diese Perspektiven zeigen, wie viel mehr der Tourismus umfasst als nur einen Ortswechsel.
Hannes Thees stellte eine gemeinsame Forschungsarbeit mit Johanna Kamara und Kerstin Ihle zur Skalierung ökologischer Geschäftsmodelle in der Reisebranche vor. Auf der Grundlage einer Reihe von Interviews mit Pionieren der Tourismusbranche und Start-ups untersucht der Beitrag, was dazu beiträgt, dass sich ökologische Ideen über Nischenmärkte hinaus verbreiten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das ökologische Engagement der Gründer prägt, welche Formen des Wachstums sie anstreben. Partnerschaften können ihnen helfen, neue Praktiken zu entwickeln und weiterzugeben, während die Übernahme oder Nachahmung durch andere ihre ökologische Wirkung vergrößern kann, selbst wenn ihr eigenes Unternehmen klein bleibt.
e Konferenz bot zudem interessante methodische Perspektiven, darunter Diskussionen darüber, wie Experimente dazu beitragen können, das Besucherverhalten und die Auswirkungen gezielter Maßnahmen zu untersuchen. Aus diesem Austausch konnten wir wertvolle Anregungen für die weitere Entwicklung unserer Forschung gewinnen.
Wir danken der AIEST und den Gastgebern in St. Gallen für die hochkarätigen Beiträge, das kritische Feedback und den regen Austausch innerhalb der internationalen Tourismusforschungsgemeinschaft. Auch unser Lehrstuhl unterhält durch die frühere Präsidentschaft von Harald Pechlaner eine langjährige Verbindung zur AIEST.