Ein Blick nach Südspanien: Das ZLB im Austausch für zukunftsorientierten Schulunterricht

Ende April 2026 reisten Laura Kovac und Dr. Maximiliane Schumm von der Universität Eichstätt-Ingolstadt nach Südspanien, um an einem zentralen Projektmeeting im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts SKYSS teilzunehmen.

Projekt für die Zukunft des Lernens

Das Erasmus+ Projekt SKYSS (Schools between Sky and Stars: new learning environments & metaverse) gefördert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union, zielt darauf ab, innovative und inklusive Lernumgebungen zu entwickeln, die Biophilia, neue Technologien und Service Learning miteinander verbinden.

„Wir wollen Lernumgebungen schaffen, die Schüler:innen nicht nur informieren, sondern begeistern und dabei die natürliche Umgebung, die Gemeinschaft und die Technologie als gleichwertige Lernpartner einbeziehen“, erklärt Laura Kovac, die das Projekt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt koordiniert. 

Auf der Projektwebsite www.skyss.eu findet man weitere Informationen zu den Zielen, Aktivitäten und Ergebnissen des Projekts – inklusive Dokumentationen aus den Workshops, Lehrmaterialien und Berichten aus den Schulen in Spanien, Italien, Ungarn und Polen.

Das SKYSS-Projekt wird von einer starken internationalen Kooperation getragen. Neben der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Deutschland) sind folgende Institutionen als offizielle Projektpartner beteiligt:

  • IC Piazzale Gioventù,Santa Marinella, Italien (Kindergarten und Grundschule)
  • IS Ottavio Jacquemet, Verrès, Italien (Kindergarten und Grundschule)
  • G-LAB, Bologna, Italien (Lehrerbildungszentrum)
  • IES Los Cerros, Úbeda, Spanien (weiterführende Schule und Berufsschule)
  • MDOE, Budapest, Ungarn (Lehrerbildungszentrum)
  • PRZEDSKOLE nr 32, Konin, Polen (Kindergarten)

Diese vielfältige Partnerschaft ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit pädagogischer Praxis verbindet.

Für innovative Lernumgebungen unterwegs in Spanien

Die Reise führte die beiden Wissenschaftlerinnen zunächst nach Granada, wo sie Professorin Isabel Rodríguez Peralta, eine langjährige Partnerin der KU, trafen. Gemeinsam erörterten sie die Förderung von Zukunftskompetenzen in der Lehrkräftebildung, wobei Professorin Rodríguez Peralta ihre Methode „Flores para Aprender“ (Lernblumen) in der Ausbildung spanischer Lehrkräften vorstellte.

1Laura Konac und Maximiliane Schumm zusammen mit Isabel Rodríguez Peralta

Nur einen Tag später setzten sie ihre Reise nach Úbeda fort. Ein besonderer Startpunkt des Aufenthalts in Úbeda war der Besuch einer regionalen Science-Fair. Hier präsentierten Schüler:innen verschiedener Altersgruppen ihre eigenen Projekte – von interaktiven Landkarten über selbstgebauten Roboter, die im Takt tanzen, bis hin zu inklusiven elektronischen Lernmaterialien für Senioren. „Was wir dort gesehen haben, war beeindruckend – echte Kreativität, technisches Know-how und Teamarbeit. Ich sehe dies als Vorbild für modernen, projektorientierten Unterricht, den wir in Deutschland noch stärker fördern müssen“, sagt Dr. Maximiliane Schumm.

2 Diese interaktive Landkarte wurde von Schüler:innen der 7. Jahrgangsstufe geplant und gebaut. Werden Land und Name der Hauptstadt richtig kombiniert leuchtet ein Lämpchen.

Gemeinsame Arbeit an der Partner-Schule

In den folgenden zwei Tagen arbeiteten die Projektpartner:innen intensiv an der Partnerschule IES Los Cerros zusammen. Gemeinsam wurden die nächsten Schritte des SKYSS-Projekts definiert, im Technik Unterricht hospitiert und Workshops zu KI und Metaverse besucht. Dabei führten die Eichstätter Forschenden Interviews mit den Projektpartnern durch, um die Wirkung des SKYSS Ansatzes zu analysieren und die Umsetzung durch einen Action-Research-Ansatz in der Praxis zu optimieren.