Am 05. und 06. März September fand in der Kulturwerkstatt Auf AEG in Nürnberg die Jahrestagung der Sektion Organisationspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft statt. Im Rahmen der Jahrestagung „Organisation und Erinnerung“ setzten sich die Teilnehmer:innen u.a. mit Fragen von Prozessen des Organisierens von Erinnerung auseinander.
Leitend für die Auseinandersetzung war die Annahme, dass Erinnerung Gegenstand von Konstruktionsprozessen ist und damit eine soziale Praxis darstellt. Der Akt des Erinnerns vollzieht sich dabei nicht nur durch das Subjekt in einem individuellen Prozess, sondern Erinnerungen werden auch in verschiedenen Formen gesellschaftlicher Aushandlung hergestellt, sodass sie dadurch unterschiedlich ausgeprägte Institutionalisierungsgrade annehmen können.
Die Teilnehmer:innen beleuchteten den Zusammenhang von Organisation und Erinnerung in theoretischen, methodologischen, konzeptionellen und empirischen Beiträgen. Einen Input steuerte Elisabeth Lang bei. Sie stellte das vom BMFTR geförderte Verbundprojekt „EZRA – Rassismus und Antisemitismus erinnern“ vor, welches die KU gemeinsam mit der FU Berlin umsetzt. In ihrem Vortrag legte sie den Schwerpunkt darauf, Herausforderungen in der Organisation von zivilgesellschaftlichem Erinnerungsaktivismus zu skizzieren. Anschließend diskutierte sie die präsentierten Befunde aus der empirischen Studie mit anderen Wissenschaftler:innen, welche im interdisziplinären Feld der Erinnerungsforschung tätig sind.
An dieser Stelle sei dem Organisationsteam des Lehrstuhls für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Organisationspädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gedankt: Wir danken zum einen für die Organisation der Tagung sowie der Gelegenheit, die Forschung zu zivilgesellschaftlichen Erinnerungsaktivismus vorstellen zu dürfen, zum anderen sagen wir „Danke“ für die Bereitstellung der Bilder.