Am 12.06.2026 fand im Walderlebniszentrum Schernfeld (WEZ) unter dem Titel „Farben und Nuancen“ ein Open-Air Klavierkonzert mit Pianistin Tetyana Hoch statt. Im Rahmen eines Projektseminars unter der Leitung von Tabea Bruttel erhielten drei Studierende des Masterstudiums Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) die Möglichkeit, das Konzert durch eine eigens entwickelte Nachhaltigkeitsausstellung künstlerisch und inhaltlich zu begleiten und darüber eine besondere Atmosphäre zu schaffen.
Christina Pritzkat, Katharina Hornberger und Verena Frey entwickelten hierfür ein ganzheitliches Ausstellungskonzept, das einerseits von den Musikstücken der Pianistin Tetyana Hoch inspiriert wurde und andererseits auf den Inner Development Goals (IDGs), den Kompetenzen der BNE sowie ausgewählten Nachhaltigkeitszielen basierte. Ziel war es, Nachhaltigkeit nicht belehrend, sondern auf kreative und sinnliche Weise erfahrbar zu machen und die Besuchenden zum Nachdenken und Innehalten anzuregen. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl der Wald als Konzertkulisse sowie das körperliche, emotionale und geistige Erleben der Besuchenden. Gleichzeitig spielte der nachhaltige Umgang mit Ressourcen eine zentrale Rolle: Für den Bau der Ausstellung wurden überwiegend gebrauchte Materialien wie Stoffe, Altholz und Schnüre verwendet. Zudem war die Ausstellung so konzipiert, dass viele Elemente auch nach dem Konzert weiter genutzt werden könnten.
Die Ausstellung umfasste fünf partizipative, multiperspektivische und kreativ gestaltete Stationen, die sowohl zum Mitmachen als auch zum Staunen einluden. So regte die Installation „Spiegelung“ mit hängenden Spiegeln dazu an, Natur und Mensch aus neuen Perspektiven wahrzunehmen. Das Waldfenster „Fenster in die Welt, Fenster zur Seele“ lenkte den Blick bewusst auf den umgebenden Wald. Die dabei entstehenden Eindrücke, Gefühle und Gedanken konnten an der benachbarten Resonanzstation „Innenweltechos“ auf einer großen Holzplatte festgehalten werden und machten die individuellen Wahrnehmungen der Besuchenden sichtbar. An der Station „Träumerei“ waren die Besuchenden eingeladen, ihre Wünsche und Träume für eine nachhaltige Zukunft auf kleine Holzplättchen zu schreiben und diese an einen Gedankenbaum zu hängen. Auf diese Weise entstand im Laufe des Abends ein gemeinschaftliches Symbol für Zukunftsvisionen und Verantwortung.
Trotz einer kurzfristigen Verlegung des Konzertes in die Innenräume des WEZs aufgrund der Wetterbedingungen entwickelte sich die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Die gelungene Verbindung von Musik, Kunst und Bildung zeigte eindrucksvoll, wie kulturelle Formate dazu beitragen können, nachhaltige Entwicklung auf inspirierende Weise zu vermitteln. Gleichzeitigt verdeutliche die Kooperation zwischen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, dem Walderlebniszentrum Schernfeld und der Pianistin, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit verschiedener Akteur:innen für innovative Bildungs- und Kulturprojekte schaffen kann.