Fachvorträge auf der Illich-Tagung “Corruptio optimi quae est pessima. Exploring Ivan Illich as a Theological Thinker“ vom 14.-16. Mai 2026 in Rom

Am Samstag, dem 16. Mai 2026, hielt Prof. Dr. Martin Kirschner gemeinsam mit Prof. Carlos Mendoza-Álvarez aus Mexico einen Fachvortrag im Rahmen der internationalen Tagung “Corruptio optimi quae est pessima. Exploring Ivan Illich as a Theological Thinker“ („Die Verderbnis des Besten ist das Schlimmste: Die Entdeckung Ivan Illichs als theologischer Denker“). Die Tagung fand vom 14. bis 16. Mai 2026 u.a. in Kooperation mit dem Zentrum Religion, Kriche und Gesellschaft im Wandel (ZRKG) am Päpstliches Athenaeum Sant'Anselmo sowie der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom statt.

Der gemeinsame Vortrag „In the Breakdown of Colonial Modernity: Political Theology from below in the Traces of Ivan Illich“ setzte sich mit dem Kollaps der hegemonialen westlichen Ordnung auseinander, um anschließend aufzuzeigen, was eine politische Theologie "von unten" in diesem Kontext darstellen und bewirken könnte. Konkret wurde das anhand der Beschreibung von sogenannten Heterotopien vor Augen geführt, also von "Anders-Orten", an denen alternative bzw. gegenkulturelle Formen von Gemeinschaft und Beziehungspraxis gelebt werden.

Als weiterer Kollege aus Eichstätt hielt Prof. Dr. Markus Riedenauer einen Vortrag mit dem Titel „Medical Colonisation and Cybernetic Health Regime“.

Ziel der Tagung, die unter Anderem von Prof. Dr. Isabella Bruckner (Professorin für Christliches Denken und spirituelle Praxis am Päpstlichen Athenäum Sant`Anselmo in Rom) organisiert wurde, war es, das Werk von Ivan Illich, der eher als Kulturtheoretiker und Philosoph bekannt und rezipiert wurde, in seinen theologischen Gehalten zu würdigen. 

Hier finden Sie die Tagungsübersicht.

Hier finden Sie den Tagungsbericht.