Festschrift „Patristica Orientalia Christiana“ an Peter Bruns übergeben

Am Freitag, 15. Mai 2026, wurde im Bistumshaus St. Otto in Bamberg im Kreis zahlreicher Kollegen, Wegbegleiter und Freunde die Festschrift „Patristica Orientalia Christiana“ an Peter Bruns überreicht. Der Band erscheint anlässlich des 65. Geburtstags des langjährigen Professors für Kirchengeschichte und Patrologie an der Universität Bamberg sowie stellvertretenden Direktors der Forschungsstelle Christlicher Orient.

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Der festliche Nachmittag begann mit einer gemeinsamen Vesper und wurde anschließend mit einem Festakt fortgesetzt. Die musikalische Gestaltung übernahm die Capella Serenissima, die auf Wunsch des Geehrten Werke von Georg Friedrich Händel zur Aufführung brachte. Die Laudatio hielt Wolfgang Klausnitzer, ehe Peter Bruns selbst mit dem Vortrag „Beobachtungen zum Pilgerbericht des irischen Franziskanermönchs Simon fitz Simon (+ nach 1324)“ einen wissenschaftlichen Akzent setzte.

Festakt Bruns
Prof. Dr. Thomas Kremer präsentiert die Festschrift

Im Rahmen des Festaktes erfolgte schließlich die Übergabe der Festschrift durch die Herausgeber Winfried Büttner, Thomas Kremer und Matthias Scherbaum. Die Herausgeber betonten dabei, dass die Festschrift ein gemeinsames Werk des Bamberger und Eichstätter Teams darstellt und damit auch die enge wissenschaftliche Verbundenheit beider Standorte sichtbar macht. Besonders hervorgehoben wurde der große Einsatz von Guntram Förster aus dem Bamberger Lehrstuhlteam, der wesentliche Arbeitsschritte im Entstehungsprozess des Bandes übernommen hat. Bereits der Titel des Bandes – „Patristica Orientalia Christiana“ – umschreibt programmatisch die zentralen Linien des wissenschaftlichen Lebenswerks von Peter Bruns: die Patristik, die theologischen Traditionen des christlichen Ostens und die Verwurzelung aller Forschung im gemeinsamen christlichen Glauben.

Festakt Bruns
Die Laudatio hielt Prof. Dr. Wolfgang Klausnitzer

Das Titelbild der Festschrift zeigt einen frühchristlichen Mosaikfries aus der Basilika Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna mit der Berufung der Apostel Petrus und Andreas. Die Herausgeber deuten dieses Motiv als Sinnbild für das gemeinsame Erbe des christlichen Ostens und Westens, wie es sich in Liturgie, Theologie, Spiritualität und Kirchengeschichte niedergeschlagen hat. Zugleich handelt es sich um das Primizbild des Geehrten, wodurch dessen wissenschaftliches und priesterliches Wirken in besonderer Weise miteinander verbunden werden.

Die Festschrift vereint auf über 640 Seiten insgesamt 29 wissenschaftliche Beiträge sowie zahlreiche Grußworte namhafter Persönlichkeiten aus Kirche und Wissenschaft. Das thematische Spektrum reicht von patristischer Theologie und Konziliengeschichte über Liturgiewissenschaft und orientalisches Christentum bis hin zu Fragen der Spiritualitäts- und Kulturgeschichte. Beiträge internationaler Fachvertreter spiegeln dabei die außergewöhnliche Breite der wissenschaftlichen Vernetzung des Jubilars wider.

Festakt Bruns
Prof. Dr. Peter Bruns sprach zum Pilgerbericht des Simon fitz Simon

Besonders hervorgehoben wurde im Rahmen des Festaktes auch das langjährige Wirken von Peter Bruns für die Forschungsstelle Christlicher Orient. Als Gründungsmitglied sowie geschäftsführender Direktor von 2009 bis 2023 habe er maßgeblich dazu beigetragen, Eichstätt als wichtigen Standort der Wissenschaft vom Christlichen Orient in Deutschland zu etablieren. Gewürdigt wurden unter anderem sein Einsatz für internationale Kooperationen, seine syrologischen Sprachkurse, seine Beiträge zur Nachwuchsförderung sowie sein Engagement im Bereich der Digitalisierung christlich-orientalischen Kulturerbes.

Die Übergabe der Festschrift wurde so zu einem sichtbaren Zeichen wissenschaftlicher Anerkennung, ökumenischer Verbundenheit und persönlicher Dankbarkeit gegenüber einem Gelehrten, der über Jahrzehnte hinweg die Erforschung des christlichen Ostens und der Kirchenväter nachhaltig geprägt hat.