Vom 28. Juli bis 1. August 2026 fand an der Universidad Torcuato Di Tella in Buenos Aires die internationale Konferenz "Memory and Democracy“ der Memory Studies Association statt. Im Rahmen der Tagung präsentierte Dr. Angelika Laumer das Forschungsprojekt "EZRA – Rassismus und Antisemitismus erinnern“.
Die Konferenz brachte Forschende, Aktivist:innen und Kulturschaffende aus aller Welt zusammen, um über Erinnerung als gesellschaftliche und politische Praxis sowie ihre Bedeutung für demokratische Gesellschaften zu diskutieren. Anlässlich des 50. Jahrestags des Militärputsches in Argentinien stand dabei insbesondere das Verhältnis von Erinnerung und Demokratie im Mittelpunkt.
Im gemeinsamen Panel wurden unterschiedliche Formen des Erinnerns in den Blick genommen – darunter die Erinnerung an den Genozid in Ruanda, den Völkermord an den Armenier:innen, polarisierende Erinnerungskulturen im Kontext der Hooligan-Szene im ehemaligen Jugoslawien sowie lokales Erinnern an Rassismus und Antisemitismus im Projekt EZRA.
Ein besonderer Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Rolle von Erinnerungsakteur:innen (engl. Memory Entrepreneurs), also jenen Personen und Initiativen, die Erinnerungsprozesse aktiv gestalten, aushandeln und in die Öffentlichkeit tragen.
Wir freuen uns sehr, dass EZRA Teil dieses internationalen Austauschs sein durfte, und danken den Organisator:innen sowie den Mitwirkenden des Panels für die anregenden Diskussionen.