Der Sammelband „Populism and Post-Truth. Interdisciplinary Perspectives from South Korea and Germany“, herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Stüwe und Laura Gabler, untersucht, wie populistische Bewegungen und postfaktische Kommunikationsstrategien politische Debatten, mediale Öffentlichkeit und gesellschaftliche Wahrnehmungen prägen. Die Publikation geht auf das 14. Deutsch-Koreanische Kolloquium zurück, das im Oktober 2024 in Eichstätt stattfand. Seit über zwanzig Jahren sind die Kolloquien ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Partnerschaft zwischen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und der Sogang University in Seoul.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Ländern beleuchten die Thematik aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln: von der Politikwissenschaft und dem Verfassungsrecht über Geschichte und Linguistik bis hin zu Theologie, Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Gender Studies. Das thematische Spektrum reicht vom Sturm auf das US-Kapitol und Donald Trumps Agenda-Setting in den sozialen Medien über Brexit-Narrative und populistische Vorstellungen europäischer Souveränität bis hin zu Geschlechterkonflikten im digitalen Raum Südkoreas. Auch das spannungsreiche Verhältnis zwischen Rechtspopulismus und christlichen Werten wird untersucht. Der interdisziplinäre und deutsch-koreanische Austausch eröffnet dabei neue Perspektiven auf Phänomene, die häufig vor allem im westlichen Kontext diskutiert werden.
Der Sammelband ist 2026 als Band 8 der Reihe KU University Press bei wbg Academic im Verlag Herder erschienen (252 Seiten, ISBN 978-3-534-64361-5). Neben der gebundenen Ausgabe (48 €) ist die Publikation auch kostenlos im Open Access zugänglich.
https://www.herder.de/geschichte-wissen/shop/p8/99410-populism-and-post-truth-open-access-pdf/
Das Kolloquium und die Veröffentlichung des Sammelbandes wurden durch die Hanns-Seidel-Stiftung, die Professor-Sutor-Stiftung, die Fakultät für Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften der KU, die Brauerei Hofmühl und die Eichstätter Universitätsgesellschaft unterstützt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.