Im Rahmen des Dies Academicus 2026 erhält Dr. des. Mariah Freitas Monteiro den Preis der Professor-Sutor-Stiftung für soziale und politische Ethik. Ausgezeichnet wird ihre Dissertation, die sich mit den historischen Wurzeln des massiven Pestizideinsatzes in Brasilien beschäftigt.
Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Debatten über Umweltgerechtigkeit, globale Verantwortung und die Geschichte agrarischer Modernisierung. Mit Brasilien rückt Freitas Monteiro einen der weltweit bedeutendsten Exporteure von Agrargütern in den Mittelpunkt. Besonders deutlich arbeitet sie die Rolle des transnationalen Unternehmens Bayer heraus.
Ihre Dissertation zeigt, wie staatliche Modernisierungspolitik und wirtschaftliche Interessen in Brasilien ein Agrarmodell etablierten, das strukturell von Chemikalien abhängig ist. Damit verbindet die Arbeit historische Forschung mit zentralen Fragen gegenwärtiger Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.
Mariah Freitas Monteiro ist der KU seit vielen Jahren verbunden. Zunächst kam sie als Austauschstudentin nach Eichstätt, heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Geschichte Lateinamerikas.
Das ZILAS gratuliert Mariah Freitas Monteiro herzlich zu dieser Auszeichnung