Tourismus 2030: Nachhaltig, digital – aber immer noch zu männlich?

Masterstudierende der STS im Einsatz für mehr Diversität und Nachhaltigkeit im Tourismus.

„Diversity“ klingt schick in Imagebroschüren, aber wie sieht es wirklich aus, wenn es um gleiche Chancen in Führungsetagen geht? Besonders in der Tourismusbranche zeigt sich ein deutlicher Widerspruch: Obwohl Frauen den Großteil der Beschäftigten ausmachen, sind sie in Führungspositionen weiterhin stark unterrepräsentiert. Selbst dort, wo Spitzenpositionen weiblich besetzt sind, fehlt häufig ein mittleres Management, das ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis widerspiegelt. Genau hier setzen die Masterstudierenden des Studiengangs „Transformation und nachhaltige Lebensraumentwicklung – Tourismus neu gestalten“ an.

Im Rahmen eines zweisemestrigen Projektkurses an der School of Transformation and Sustainability (STS) lernen die Studierenden, wie angewandte Forschung funktioniert und gestalten sie selbst aktiv mit. Woche für Woche arbeiten sie an zentralen Fragen zu Diversität, Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung im Tourismus: Welche strukturellen Barrieren gibt es für weibliche Führung? Wie müsste ein Bildungssystem aussehen, das faire Karrierewege ermöglicht? Und wie lässt sich das wissenschaftlich fundiert herausarbeiten?

Die Lehrenden liefern den Rahmen, aber die Inhalte erarbeiten sich die Studierenden selbst: Sie entwickeln eigene Forschungsfragen, identifizieren Lücken in der bestehenden Forschung, reflektieren Gelerntes kritisch und wenden Methoden direkt an. So entstehen konkrete Erkenntnisse mit echtem Praxisbezug und ein neuer Blick auf eine Branche im Wandel.