Verena Frick hielt an der Universität Groningen einen Vortrag über den Zusammenhang von Stadt und öffentlichem Raum. Sie sprach im Rahmen der Reihe „Where ist urban politics?“. Politische Öffentlichkeit besitzt eine unverlierbar materiell-räumliche Dimension. In öffentlichen Räumen nehmen kollektive Handlungsprozesse oftmals ihren Ausgangspunkt, hier werden politische Anliegen vorgebracht und Konflikte ausgetragen. Öffentlicher Raum war und ist wesentlich städtischer Raum. Demonstrationen, Protestaktionen und Kundgebungen finden in aller Regel in Städten statt. Städtische Straßen und Plätze versprechen in besonderem Maße Öffentlichkeit. Sie werden als Orte gewählt, um politische Anliegen aller Art in die Öffentlichkeit zu tragen und staatliche, gesellschaftliche oder ökonomische Machthaber mit Gegenmacht zu konfrontieren. Warum aber ist diese körperliche Sichtbarmachung von Standpunkten in der Stadt für die politische Öffentlichkeit essenziell? Ist die Stadt nur eine Bühne oder beeinflusst sie selbst die im urbanen öffentlichen Raum stattfindenden Handlungen? Und wie ist es um den Zustand der Stadt-Öffentlichkeit bestellt? Entlang dieser Fragen entfaltete der Vortrag den Zusammenhang von Stadt, öffentlichem Raum und politischer Öffentlichkeit.