Der Vortrag
Ende April 1945 kam der Krieg schließlich auch nach Eichstätt. Über die dramatischen Tage der kampflosen Übergabe der Stadt, die diese vor der Zerstörung bewahrte, ist bereits viel und häufig geschrieben worden. Im Zuge dieser Ereignisse kamen auch Agenten des amerikanischen Counter Intelligence Corps (CIC) in die Bischofsstadt, wo sie neben einem Teil des Schmucks der Familie Stauffenberg auch die Originalausfertigungen der Nürnberger Gesetze im Tresor der Eichstätter Filiale der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank fanden. Aus Quellenfunden in den National Archives in Washington und im Staatsarchiv München lassen sich die Ereignisse zwar nicht lückenlos klären, aber sie ermöglichen eine plausible Version dessen, was passiert sein könnte. Und wie es scheint, war die Anwesenheit des päpstlichen Nuntius, Cesare Orsenigo, in Eichstätt ebenso von Bedeutung, wie Bischof Michael Rackl eine Rolle dabei gespielt haben könnte, dass Schmuck und Dokumente in Eichstätt in Sicherheit gebracht worden waren.
Der Referent
Prof. Dr. Stefan Schieren ist seit 2003 Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er hat die Professur für Sozialpolitik und Verwaltungswissenschaft inne. Er wohnt seit 2003 in Eichstätt und hat sich immer wieder mit lokalhistorischen Themen befasst.
Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein
Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein wurde 2011 gegründet. Er verfolgt den Zweck der Erforschung und Pflege der Geschichte der Kirche und des Glaubens im Bistum und der Geschichte des Hochstifts Eichstätt. Der Verein gibt die “Eichstätter Diözesangeschichtsblätter” und die "Beiträge zur Geschichte der Diözese Eichstätt" heraus (https://eidgv.bistum-eichstaett.de).