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Aktuelles


"Culturally Competent Practice with Refugees and Migrants in India and Germany"

Zusammen mit der Rajagiri University in Kochi, Indien, forscht eine Gruppe Dozenten und Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zum Thema "Culturally Competent Practice with Refugees and Migrants in India and Germany". Für ca. drei Wochen waren Prof. Dr. Anish und Prof. Anil im April/Mai 2018 an der Fakultät für Soziale Arbeit, um gemeinsam die ersten Schritte für das zweijährige Drittmittelprojekt zu gehen.


Abbe Jacob Lompo
Jugendseelsorger und Ökonom der Diözese Fada N'Gourma

 

Abbe Jacob Lompo, Jugendseelsorger und Ökonom der Diözese Fada N'Gourma, Burkina Faso hielt einen Vortrag über die Situation der Goldgräber in seinem Land. Als Ökonom und Jugendseelsorger ist er Ansprechpartner für die diözesanen Projekte und gleichzeitig weiß er aus eigenen Erfahrungen über die mangelnden Zukunftsperspektiven der Jugend zu berichten, vor allem im Bezug zur Goldlochproblematik: selbst Kinder und Jugendliche setzen als Goldsucher in wilden Minen Gesundheit und Leben aufs Spiel, um das Überleben für sich und die Familie zu sichern. In Kooperation mit der Nachhaltigen KU, missio, der Steuerungsgruppe der Fair Trade Stadt und dem Referat Weltkirche des Bistums Eichstätt diskutierten zahlreiche Studierende, auch mit örtlichen Goldschmieden, über diese Problematik.

Burkina Faso mit einem Durchschnittsalter von 16,8 Jahren sticht positiv heraus durch das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionen. Interreligiöser Dialog gelingt alltäglich innerhalb der Familie, deren Familienangehörige nicht selten unterschiedlichen Religionen angehören aufgrund von sog. Scherzverwandtschaften, d.h. verschiedene Ethnien kritisieren sich auf einer historisch tolerierten scherzhaften Ebene und nicht zuletzt kooperieren die religiösen Führer dialogisch.

600.000 Menschen (37% Kinder, 76 % Analphabeten) arbeiten in den Minen unter lebensbedrohenden Bedingungen (Staub in der Lunge, Gefahr von Verschüttungen, Krankheiten aufgrund zum Goldabbau notwendiger hochgiftiger Chemikalien und fehlender Arbeitskleidung, Drogenkonsum zum Mut machen, Alkoholprobleme zum Vergessen, Prostitution, etc.). Kinder und Jugendliche arbeiten in den Minen, anstatt die Schule zu besuchen. Aufgrund der zahlreichen Verschüttungen spricht Abbe Jacob Lompo von Gold Gräber.

Es besteht Unterstützung seitens der kirchlichen Hilfswerke durch die Herstellung von lokalen Produkten und deren Verkauf sowie durch das Erlernen von Handwerk. Die Kirche vor Ort baut neue Schulen, ermöglicht den Kindern deren Besuch, leistet viel Motivationsarbeit für Schüler und Informationsarbeit für Jugendliche, um Alternativen zum Goldabbau zu finden. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf Bildung und Aufklärungsarbeit.

Da sich auch 0,03 Gramm Gold im Handy befindet, sammelt missio alte Handys, um Projekte wie z.B. von Abbe Jacob Lompo zu unterstützen.

Der örtliche Goldschmied Franz Bilz erzählte von Initiativen, z.B. FAIRTRAIDE, Öko-Gold und Mind Fair, die insbesondere auf fairen Handel oder ökologische Gesichtspunkte Wert legen, dem Handel von Gold sowie von Spekulationen mit Gold. So gibt es zahlreiche Kunden, die gezielt nach fairem Gold fragen. Auch über Gold beim Einsatz im kirchlichen Bereich (z.B. Kelche, Kreuze) wurde diskutiert.


Sr. Lucy ist im SoSe 2016 die Praxisanleitung von Fr. Ramona Kasper (BA SA), die ihr Praktisches Studiensemester bei MAHER in Pune, Indien absolviert.

We are delighted and proud to inform you that S. Lucy has been selected to receive the Nari Shakti Puraskar 2015 for her outstanding contribution to women's empowerment on 8th March 2016 at New Delhi. The award will be presented by Hon'ble President of India.

Sister Lucky Kuren - nari Shakti Award

 

 

Besuch von Dr. Pfaller-Rott (3. v.r.) und Gerhard Rott (4. v.r.) bei Schwester Lucy (1. v.r.) in Pune, Indien


Jugendarbeit in Litauen - perspektivlos?

In Kooperation mit dem Bistum Eichstätt sowie Renovabis (bischöfliches Hilfswerk für Osteuropa) berichteten im SoSe 2016 die Sozialarbeiterin Roberta Daubaraite-Rande und Monika Zydeliunate über die Soziale Arbeit mit Jugendlichen in Litauen. Sie tauschten mit Studierenden aus dem Studienschwerpunkt Internationale / interkulturelle Soziale Arbeit ihre Aufgaben und Erfahrungen in der Arbeit im Diözesanen Jugendzentrum der Diözese Panevezys in Litauen aus. Die Jugendarbeit in Litauen konzentriert sich auf die Altersstufe bis 19 Jahre, da ältere Jugendliche das Land aufgrund der Bedingungen vor Ort verlassen, beispielsweise aufgrund Jugendarbeitslosigkeit (26 Prozent), finanzielle Gründe (Mindestlohn 350 Euro pro Monat), zahlreiche Familienangehörige in Ländern Europas. Sie diskutierten über Sozialversicherungen, Familienpolitik, Arbeitslosenprogramme für Jugendliche, wirtschaftliche Aspekte, soziale Projekte der Kirchen, schulisches System sowie Auswirkungen der Geldtransferleistungen von Familienangehörigen aus dem Ausland und Versuche der Sozialen Arbeit, Antworten darauf zu finden.