Der Beitrag analysiert die Auswirkungen des Deutschlandtickets auf On-Demand-Busangebote im ländlichen Raum. Grundlage der Studie sind reale Nutzungsdaten zweier unterschiedlicher Bedienkonzepte in der Region Ingolstadt: eines Feeder-Systems mit festen Slots sowie eines vollständig flexiblen Free-Floating-Systems.
Methodisch wird ein Difference-in-Differences-Ansatz verwendet, um das Reiseverhalten vor und nach Einführung des Deutschlandtickets zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Systemen: Während das Feeder-System signifikante Zuwächse bei Fahrten, zurückgelegter Distanz und Verbindungen in urbane Zentren verzeichnete, blieb die Nachfrage im Free-Floating-System weitgehend stabil.
Die Studie liefert damit evidenzbasierte Erkenntnisse zur Wirkung pauschaler Tarifreformen im ländlichen Raum und zeigt, dass der Effekt stark von der konkreten Ausgestaltung des Verkehrssystems abhängt.
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