Speaker & Themen

Die Eichstätter Fachtagung „Ökonomie & Recht der Sozial­unternehmen“ fügt sich in eine lange Tradition Eichstätter Fachtagungen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ein. Nach der ersten Tagung im Jahr 2024, „Sozial­wirtschaft auf dem Weg der Konsolidierung“ führen 20206 die Tagungs­leiter , Prof. Dr. Thomas BeyerRA Dr. Joël B. Münch und  Prof. Dr. Jürgen Zerth durch die Fachtagung “Aktuelle Impulse für die Sozialwirtschaft“.

Zielgruppe sind  Entscheidungs­träger aus der Sozial­wirtschaft mit dem Fokus auf mittlere und größere Unternehmen. Die Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Die Präsidentin der Universität, Prof. Dr. Gabriele Gien, wird für ein Grußwort zum Kaminabend erwartet und die Dekanin der Fakultät für Soziale Arbeit, Prof. Dr. Inge Eberl wird am Abschlusstag, zusammen mit Prof. Jürgen Zerth, über Impulse aus der Versorgungsforschung sprechen.

1. Thema: BTHG – nach der Reform ist vor der Reform?

Workshop 1: Zehn Jahre BTHG, zehn Jahre Umdenken bei den beteiligten Akteuren – eine Betrachtung anhand eines langjährigen Modellprojektes (Jörg Dennhöfer und Michael Schubert)

Workshop 2: Evidence matters: Perspektiven, wie wir Wirksamkeit im BTHG wirklich messen können. (Alica Lachmann, Regens Wagner Offene Hilfen)

2. Thema: Jugendhilfe morgen – wie kann Digitalisierung helfen?

Workshop 3: Zwischen Straße und Screen – Theoretische Grundlagen und fachliche Verortung von “Digital Streetwork” in der Jugendhilfe (Robert Lehmann)

Workshop 4: Projektbericht „tba“ (Condrobs e. V.)

3. Thema

Workshop 5: Was Quartierskonzepte leisten können; Fallbeispiel “Care im Quartier Bamberg” (Bertrand Eitel/Stefanie Hahn)

Workshop 6: Versorgungsplattformen denken – Impulse zu Modellen für eine Pflege in ländlichen Kontexten (Roland Beierwaltes)

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

Speaker

Stefanie Krüger

Nach dem Jurastudium an der LMU in München, der Tätigkeit als wissenschaftliche Assistentin am dortigen Lehrstuhl für Kriminologie, Jugendrecht und Strafvollzug sowie dem zweiten Juristischen Staatsexamen 1995 arbeitete Stefanie Krüger zunächst in verschiedenen Funktionen im Sozialreferat der Landeshauptstadt München, zuletzt in der Jugendamtsleitung. 2010 übernahm sie die Leitung des Bayerischen Landesjugendamtes im Geschäftsbereich des Bayerischen Sozialministeriums. 2014 wechselte sie schließlich als Geschäftsführendes Präsidialmitglied zum Bayerischen Bezirketag, dem Kommunalen Spitzenverband der sieben bayerischen Bezirke. Die Bezirke sind als dritte kommunale Ebene in Bayern u.a. Träger der Eingliederungshilfe und überörtlichen Sozialhilfe und stellen die psychiatrische Versorgung im Freistaat sicher.

Prof. Dr. Robert Lehmann

Robert Lehmann ist Professor für Theorien und Handlungslehre der Sozialen Arbeit an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Weiterhin ist er dort Sprecher der akademischen Leitung des Instituts für E-Beratung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Nutzung digitaler Technologien für die Soziale Arbeit. Insbesondere die psychosoziale Onlineberatung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz stehen bei seinen Forschungsarbeiten im Vordergrund. Seit 2024 ist er außerdem Mitglied des Leitungsgremiums des Promotionszentrums "Sozial- und gesundheitswissenschaftliche Gestaltung von Transformationsprozessen" der OTH Regensburg, Hochschule München und TH Nürnberg.

Jörg Dennhöfer

Sozialpädagoge und seit kurzem im Ruhestand. Bis dahin seit 1982 tätig als Heilerziehungspfleger und Sozialpädagoge in verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Tätig war ich in unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben, darunter u.a. Aufbau eines Dienstes für ambulant Begleitetes Wohnen. Persönlich engagiert in der politischen Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung, so z.B. Organisation von Podiumsveranstaltungen mit Lokalpolitikern für den genannten Personenkreis.
Zuletzt über 17 Jahre tätig beim Sozialpädagogisch-medizinischen Dienst des Bezirks Mittelfranken. Dort u.a. zuständige Projektleitung des inzwischen beendeten Modellprojektes Leistungsmodule, und als Vertreter für den Bezirk Mittelfranken Mitwirkender bei Arbeitsgruppen zur Formulierung eines Rahmenvertrages nach § 131 SGB IX in Bayern, sowie zu entsprechenden Rahmenleistungsvereinbarungen.

Michael Schubert

geb. 1956 Erzieher in der stationären Jugendhilfe, Dipl.Sozial.päd.(FH) Evangelische Stiftungsfachhochschule Nürnberg, Forensische Psychiatrie im BKH Erlangen, Gründungsmitglied die Wabe Erlangen, über 30 Jahre Sozialpsychiatrie beim Caritasverband Nürnberger Land in verschiedenen Leitungsfunktionen, davon 20 Jahre Modellprojekt Leistungsmodule mit dem Bezirk Mittelfranken, seit 2020 im Realbetrieb im Don Bosco Haus Hersbruck. Jetzt Rentner und hauptamtlicher geschäftsführender Vorstand im Tandem beim Caritasverband Nürnberger Land.

Alica Lachmann

Alica Lachmann studierte Soziale Arbeit (B.A./M.A.) an der KU Eichstätt-Ingolstadt. Ihre Masterarbeit analysierte Maßstäbe und Indikatoren zur Wirksamkeitsprüfung sozialer Dienstleistungen der Eingliederungshilfe im Spannungsfeld von Personenzentrierung und Wirkungsnachweis. Bei Regens Wagner Lauterhofen arbeitet sie als Wohnbereichsleitung und Koordinatorin der Offenen Hilfen Neumarkt Nord. Als Projektleitung des Modellprojekts ‚WohnGewinn‘ entwickelt sie innovative Ansätze zu Selbstbestimmung und Inklusion am freien Wohnungsmarkt, die bundesweit auf Fachkongressen vorgestellt werden.

Rolf Baumann

Dipl.-Betriebswirt (DH); Stv. Geschäftsführer und Bereichsleiter Ökonomie beim Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e.V. (VdDD). 
Der VdDD ist der Arbeitgeber- und Unternehmensverband der Diakonie. Er repräsentiert bundesweit rund 200 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 580.000 Beschäftigten in den Hilfefeldern Krankenhilfe, Altenhilfe, Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe.
Zuvor 14 Jahre Kfm. Vorstand eines Komplexträgers der Diakonie, 7 Jahre Geschäftsführer in der Alten- und Eingliederungshilfe sowie 7 Jahre Unternehmensberater im Sozial- und Gesundheitswesen.

Prof. Dr. Werner Schönig

Prof. Dr. rer. pol. habil. Werner Schönig, Jg. 1966, ist seit im Fach Sozialökonomik und Konzepte der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule in Köln. Promotion über genossenschaftliche Wohnungswirtschaft, Habilitation zu Paradigmen der ökonomischen Theorie der Sozialpolitik. Vielfältige Beratungs- und Forschungsaktivitäten mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Armut, Sozialraum und Sozialmanagement und Theorie der Sozialen Arbeit, hier insbesondere Strategieentwicklung und Koopkurrenz in der Sozialwirtschaft, Netzwerkmediation im Sozialraum sowie Prozessaspekte der Sozialen Arbeit.

Roland Beierwaltes

Roland Beierwaltes, 64 Jahre, verheiratet, lebt in Kronach/Oberfranken. Seit 1991 ist er im Gesundheitswesen tätig. Zunächst in der Geschäftsführung der Frankenwaldklinik Kronach (1991–2005), anschließend als Kaufmännischer Direktor bei der Kongregation der Barmherzigen Schwestern in München (2006–2008) und von 2009 bis 2025 als Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Kronach. Seine Schwerpunkte liegen in Strategie- und Geschäftsentwicklung, Gesundheits- und Familienmanagement sowie der Entwicklung von Versorgungs- und Betreuungskonzepten. Zudem ist er EFQM-Assessor und im Kuratorium der Hochschule Coburg.

Stefanie Hahn

Stefanie Hahn ist Diplom-Sozialpädagogin mit langjähriger Erfahrung in der Jugend-, Kultur- und Seniorenarbeit und Vorsitzende eines freien Kulturvereins. Als Seniorenbeauftragte der Stadt Bamberg gestaltet sie seit mehr als einem Jahrzehnt die kommunale Seniorenpolitik maßgeblich mit und bringt ihre Expertise auch in interkulturellen und inklusiven Zusammenhängen ein. Seit 2025 leitet sie das Modellprojekt Care im Quartier und wirkt regelmäßig als Referentin zu alter(n)srelevanten Themen.

Bertrand Eitel

Bertrand Eitel verbindet in seiner beruflichen Laufbahn kaufmännisches Know-how mit sozialpädagogischer Expertise. 
Der Diplom-Kaufmann und Pädagoge (B.A.) arbeitete sieben Jahre in der Sozialen Arbeit, u.a. in der Jugend- und Quartiersarbeit, und leitete neun Jahre das Amt für Inklusion in der Stadtverwaltung Bamberg. Seit 2025 führt er als Geschäftsführer einen neu gegründeten Verein, der innovative Projekte in der Altenhilfe vorantreibt – mit unternehmerischem Ansatz und sozialer Mission. Parallel berät er als systemischer Berater Kommunen und lehrt als Dozent an der Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg.