Preis der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung

für Konzeption und Durchführung eines internationalen Kolloquiums

Zilas-Team
v.l.: Dr. Luis Peña, Prof. Dr. Nina Schneider, Prof. Dr. Miriam Lay Brander, Dr. Claudia Velázquez-Schobert und Dr. Hendrikje Grunow

Das siebte Maximilian-Bickhoff-Kolloquium, desen Durchführung über den diesjährigen Preis ermöglicht wird, findet im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien (ZILAS) am 11. Juni 2026 statt. Lateinamerika ist ein Raum, in dem sich globale Transformationsprozesse sozialer, ökologischer, geopolitischer und kultureller Art in besonderer Dichte bündeln und Europa unmittelbar wie mittelbar prägen. 

Ausgangspunkt des Kolloquiums bilden aktuelle politische Entwicklungen und Machtkonstellationen, die exemplarisch sichtbar machen, wie eng gesellschaftliche Dynamiken, internationale Verschiebungen und wissenschaftliche Fragestellungen miteinander verwoben sind – etwa im Kontext von Ressourcen- und Ordnungskonflikten. Zugleich wird „Umbruch“ als Herausforderung für die Lateinamerikastudien selbst verstanden: Welche neuen Forschungsfragen, Methoden und Formen der Zusammenarbeit braucht das Fach, um Krisen, Polarisierung und Transformationsprozesse adäquat zu analysieren und öffentlich verantwortungsvoll zu vermitteln? Das Kolloquium verbindet die Analyse neuester kultureller, politischer und sozialer Entwicklungen in Lateinamerika mit einer Reflexion darüber, wie die Lateinamerikastudien als Fach in Eichstätt, Bayern und Deutschland auf aktuelle Krisen- und Umbruchlagen reagieren und wissenschaftliche Exzellenz weiterentwickeln.

Veranstaltet wird das Kolloquium vom ZILAS-Team: Prof. Dr. Miriam Lay Brander ist Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft II und Direktorin des Instituts. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Kollegium des DFG-Graduiertenkollegs „Practicing Place“ sowie im Leitungsgremium des Sprachenzentrums. Sie forscht und lehrt im Bereich der Literaturen und Kulturen Lateinamerikas, der Karibik und Spaniens sowie im Bereich der französischsprachigen Literaturen. Prof. Dr. Nina Schneider ist Professorin für Geschichte Lateinamerikas sowie Co-Direktorin des ZILAS. Darüber hinaus leitet sie den deutsch-kolumbianischen Masterstudiengang „Conflict, Memory and Peace“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Geschichte der Militärdiktaturen Lateinamerikas während des Kalten Krieges, der Erinnerungspolitik und -kultur im post-autoritäten Lateinamerika sowie auf der globalen Bewegung gegen Kinderarbeit.

Dr. Luis Peña ist wissenschaftlicher Koordinator des ZILAS. Seine Forschung gilt der Räumlichkeit und politischen Ökologie des Friedens sowie den Verbindungen zwischen Transitional Justice und Umweltgerechtigkeit in Lateinamerika. Dr. Claudia Velázquez-Schobert ist ZILAS-Koordinatorin. Dr. Hendrikje Grunow ist Koordinatorin des deutsch-kolumbianischen Double-Degree-Studiengangs Conflict, Memory and Peace.

Der Stifter: Die Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Vorsitzender der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung
Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Vorsitzender der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung

Bereits seit 1992, also seit 28 Jahren vergibt die Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung am jährlichen Dies Academicus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Preise für hervorragende Studienabschlüsse. Ziel der Auszeichnung ist es, besondere Leistungen zu würdigen und das wissenschaftliche Potenzial der Absolventinnen und Absolventen ins rechte Licht zu rücken, auch als Beitrag zur Präsentation der Leistungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Insgesamt hat die Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung seit 1992 über 180 Preise vergeben. 2020 hat sich die Stiftung entschlossen, zwei Arbeiten zu würdigen: Jakob Rom erhält einen Preis für seine Masterarbeit, Fabienne Karl einen Preis für ihre Bachelorarbeit. Herzlichen Glückwunsch den beiden Preisträgern!

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Vorsitzender der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung