Preis der Innovativen Hochschule

Transferpreis – Wissensfransfer und Wissenschaftskommunikation

Andreas Kallert, Simon Dudek, Katrin Wycik und Alexandra Kaiser
Dr. Andreas Kallert, Dr. Simon Dudek, Katrin Wycik und Alexandra Kaiser

Das Forschungsprojekt zur Ausgestaltung von Schuldenhilfen für finanzschwache Kommunen in Deutschland setzte sich zum Ziel, Grundlagenforschung und Wissenstransfer zusammenzudenken. Dafür untersuchten die Wirtschaftsgeographen Dr. Simon Dudek und Dr.  Andreas Kallert, wie Programme zur kommunalen Entschuldung ausgestaltet sind und wie sich räumliche Disparitäten unter diesen Programmen entwickeln. Ein Ergebnis ist der Konsolidierungsatlas – eine interaktive kartographische Darstellung, die erstmals systematisch visualisiert, wie sich Schuldenhilfsprogramme innerhalb von fünf untersuchten Bundesländern verteilen und wie sich die Finanzlage der beteiligten Kommunen entwickelt. Die im Projekt erhobenen und ausgewerteten Daten wurden dafür von den Kartographinnen und Mediendesignerinnen Alexandra Kaiser und Katrin Wycik in anschauliche und zugleich wissenschaftlich fundierte Visualisierungen übersetzt und so für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem direkten Austausch mit der Praxis. Im Rahmen eines Workshops im oberfränkischen Nordhalben kamen Bürgerinnen und Bürger, kommunalpolitische Akteure und Wissenschaft zusammen, um Erfahrungen und Pers­pektiven zu diskutieren. Die Beiträge aus der kommunalen Praxis flossen unmittelbar in die wissenschaftlichen Debatten ein und prägten die weitere Arbeit des Projekts. Ein Produkt dieses fruchtbaren Austauschs war die „Nordhalbener Erklärung für starke Kommunen“, die konkrete Impulse zur Stärkung strukturschwacher Regionen formuliert und auf einer eigens eingerichteten Kampagnenseite zur Unterstützung einlädt.

Flankiert wurde das Projekt durch weitere Transferformate, darunter Studien in Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern, Beiträge in Publikumsmedien sowie Interviews zu aktuellen Fragen der Kommunalfinanzen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger Simon Dudek, Andreas Kallert, Alexandra Kaiser und Katrin Wycik arbeiteten im Rahmen des DFG-Projekts von 2022 bis 2026 eng zusammen und verbinden ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven aus Wirtschaftsgeographie, Kartographie und Gestaltung zu einem gemeinsamen Transferansatz.

Der Stifter: Das Projektteam von „Mensch in Bewegung“

Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern
Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern

Das Projektteam von „Mensch in Bewegung“ stiftet jährlich Transferpreise in den Kategorien Wissenschaftskommunikation, Wissensmanagement und Bürgerschaftliches Engagement.  Damit würdigen wir KU-Angehörige, die sich in besonderer Weise für den Wissensaustausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen.

Dr. Thomas Röbke, seit 2003 Geschäftsführer des „Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern“ und Vorsitzender des Sprecher*innenrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement beglückwünscht als enger Projektpartner von Mensch in Bewegung die diesjährigen Preisträgerinnen:

„Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Bayern ist langjähriger Partner der KU Eichstätt. Warum: Weil wir diese Uni herausragend finden. Sie unterstützt das Bürgerschaftliche Engagement nachhaltig, zum Beispiel in der Geflüchtetenhilfe. Die sogenannte Third Mission, das Engagement der Hochschule in der Bürgergesellschaft wird ernst genommen und energisch weiterentwickelt. Das zeigen auch die drei Preisträgerinnen, die mit dem Transferpreis ausgezeichnet werden. Sie machen die Brücke zwischen Universität und Zivilgesellschaft wieder ein Stück breiter.“