Schreiben in finsteren Zeiten: ein Erkundungsbericht
Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutete für die deutschsprachige Literatur eine beispiellose Herausforderung. Zweieinhalbtausend Autoren, darunter die besten, mussten Deutschland verlassen. Wer blieb und sich nicht auf die Seite des NS-Regimes stellte, war von Verfolgung bedroht. Trotzdem entstanden Werke von großer zeitgeschichtlicher Repräsentanz und hohem literarischen Rang. Der emeritierte Heidelberger Literaturwissenschaftler Helmuth Kiesel trägt vor über die erste, aus seiner Hand geschriebene Gesamtdarstellung der Epoche, die von der Kritik als „Meisterwerk“ (Die Zeit), „Meilenstein literaturgeschichtlichen Schreibens“ (Deutschlandfunk) und als „historisch exzellent grundiertes Monument“ (Süddeutsche Zeitung) bezeichnet wurde. Er berichtet über das von ihm erschlossene riesige literarische Feld zwischen Regimetreue und Exil und gibt Einblick in ein bewegendes, oft erschütterndes Bild jener Zeit.
Wann: Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Wo: Universitätsallee / Zentralbibliothek, UA-030 (Universitätsallee 1, 85072 Eichstätt)