Workshop zum Pontificale Gundekarianum

Eine Tagung widmet sich der mittelalterlichen Handschrift und ihrer Bedeutung für Liturgie und Geschichtsschreibung.

Die Professuren für Mittelalterliche Geschichte und für Mittlere und Neue Kirchengeschichte veranstalten am Freitag und Samstag, 3. und 4. Juli 2026, den Workshop „Geschichtsschreibung und Liturgie im Hochmittelalter: Kontexte und Gehalte des Pontificale Gundekarianum“. Im Mittelpunkt steht eine der bedeutendsten mittelalterlichen Handschriften aus Eichstätt: das Pontificale Gundekarianum, das im 11. Jahrhundert unter Bischof Gundekar II. angelegt wurde. Die Handschrift vereint Texte und Gesänge zum Gottesdienst am Eichstätter Dom mit Lebensbeschreibungen der Eichstätter Bischöfe, die bis 1697 fortgeführt und teilweise aufwendig illustriert wurden. 

Anlass des Workshops ist die vollständige Digitalisierung der Handschrift im Jahr 2024 in einer Kooperation des Eichstätter Diözesanarchivs mit der Universitätsbibliothek. Thomas Wetzstein und Bernward Schmidt nehmen dies gemeinsam mit Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen zum Anlass, das Pontificale Gundekarianum aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Thematisiert werden unter anderem Aufbau und Herstellung der Handschrift, ihre Bedeutung am Eichstätter Bischofshof, Fragen des Besitzes, die bildliche Ausstattung sowie die Einordnung der Bischofsviten in mittelalterliche Kontexte. 

Eine Anmeldung zur Tagung wird erbeten bis Dienstag, 30. Juni, per E-Mail an gabriele.hecker(at)ku.de