Antragsteller:
Prof. Dr. Jürgen Zerth, (Fakultät für Soziale Arbeit; Professur für Management in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens)
Kooperationspartner:
Universität Bayreuth; Instituto Superior de Economia e Gestão - ISEG, Lissabon, Portugal; Univerzita Karlova, Prag, Tschechien; Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH, Krems, Österreich; DBT - Fonden Teknologirådet, Kopenhagen, Dänemark; Globaz SA, Oliveira de Azemeis, Portugal; VICESSE - Vienna Centre for Societal Security, Wien, Österreich
Beschreibung:
The significant increase of the older (65+) European population with complex care needs calls for a better integration and coordination between health care and social services. Existing socio-economic and gendered inequalities in LTC might worsen in the future due to demographic ageing and austerity measures in LTC provision. So far, person-centered integrated care (PC-IC), as one solution to tackle these challenges, has mostly been developed in a top-down logic, and community engagement and participatory co-design have hardly been explored to develop PC-IC solutions. The aim of BUILD is to develop a framework and toolbox that assists policy makers in implementing participatory co-design and community engagement as methods to develop socially inclusive and sustainable PCIC solutions for older adults with complex care needs that can be evaluated by the social return on investment. BUILD will increase the understanding of PC-IC by mapping and analyzing existing eco-systems of IC across Europe and identifying their corresponding regulatory frameworks and current challenges. BUILD will then go beyond these challenges by conducting a longitudinal, cross-national study that investigates care integration on a practical level, developing scientific evidence on how social inequalities shape the access to, and the outcomes of diverse forms of care and their integration while also highlighting the needs and required skills for PC-IC from the patients’ and caregivers’ perspective. Throughout the project, BUILD will involve communities, older adults with complex care needs, in-/formal caregivers, stakeholders and policy makers on different regulatory levels in the participatory co-design of PC-IC solutions and develop policy recommendations based on the experiences gathered. Ultimately, BUILD will develop a co-design framework and toolbox, as the main outcome of the project, that supports the implementation of PC-IC through co-design and community engagement
Förderer:
EU, Horizon Europe
Laufzeit:
2024 - 2027
KU.fordoc:
Antragsteller:
Prof. Dr. Bernd Cyffka (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Angewandte Physische Geographie/
Aueninstitut Neuburg)
Kooperationspartner:
LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg
Beschreibung:
Wie viele Flüsse in der EU ist auch die Donau im Stadtgebiet von Donauwörth stark verändert worden. Hochwasserschutz und Staustufen haben zu einer geringen Artenvielfalt, einer Vertiefung der Flusssohle, einem Absinken des Grundwasserspiegels, einem Mangel an Partikeln im Wasser, die im Flussbett transportiert werden (sogenanntes Geschiebe), und fehlenden Überschwemmungsgebieten geführt, was zu schlechten Lebensräumen für Fauna und Flora führt. Außerdem haben die Bürger nur selten Zugang zum Fluss, die Trinkwasserversorgung und die Landwirtschaft werden beeinträchtigt. Die Destabilisierung von Flussufern kann eine Gefahr für Gebäude, Brücken und Hochwasserschutzeinrichtungen darstellen. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen künstliche und erheblich veränderte Wasserkörper ein gutes ökologisches Potenzial erreichen. Wie dies im Einzelnen erreicht werden soll, bleibt den betroffenen Akteuren überlassen. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.
Förderer:
EU-Life+
Laufzeit:
2019 - 2025
Lead:
LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg
Teilprojekt:
Prof. Dr. Bernd Cyffka (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Angewandte Physische Geographie/
Aueninstitut Neuburg)
Beschreibung:
The aim is to actively control temperature and oxygen in rivers with diversion hydropower plants, to balance the demand for renewable energy from hydropower and the ecological functions as well as the eco-systems of the river. The impacts of climate change on European rivers are broad: For one thing, periods of low water occur more frequently with rising water temperatures, while, on the other hand, also flooding events happen more often. Declining groundwater levels, which are a consequence of dry periods, jeopardise alluvial forests with their sensitive habitats. Hydropower providers therefore have to reduce or even stop energy production, to provide the required residual amount of water in the natural river bed. This leads to a loss in energy generation and revenues.
Förderer:
EU-Life21
Laufzeit:
2022 - 2027
Projektwebseite:
https://webgate.ec.europa.eu/life/publicWebsite/project/details/101073824
Antragsteller:
Prof. Dr. Bernd Cyffka (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Angewandte Physische Geographie/
Aueninstitut Neuburg)
Kooperationspartner:
General Directorate of Water Management, Budapest (Ungarn)
Beschreibung:
DALIA besteht aus 22 Expertenorganisationen – darunter Universitäten, Behörden, KMU und NGOs – aus 8 verschiedenen Donau-EU- und assoziierten Ländern, die nicht nur das Einzugsgebiet geografisch, sondern viele verschiedenen Bereiche fachlich abdecken, um die multidisziplinären Probleme von der Quelle bis zum Meer zu behandeln. Das Projekt bringt dem Donaueinzugsgebiet ein integriertes Tool, um eine bessere Entscheidungsfindung zur Renaturierung von Süß- und Übergangswasserökosystemen zu ermöglichen. Es bietet Optionen für Strategien und Richtlinien, die den Schutz von Süßwasserökosystemen und die Vernetzung von Ökosystemen in Donaueinzugsgebiet und einen verbesserten Schutz lokaler Gemeinschaften und Ökosysteme vor Extremereignissen und Bedrohungen durch Verschmutzung betreffen. Das DALIA-Projekt wird direkt zur Einrichtung von EU- und UN-Initiativen im Zusammenhang mit der weiteren Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie beitragen, indem es innovative Maßnahmen in einer Vielzahl von Regionen, und Ökosystemen durchführt.
Als Lead Partner fungiert das ungarische “General Directorate of Water Management” zur Koordinierung der 20 weiteren Partnerinstitutionen. Das Aueninstitut Neuburg/Donau leitet dabei das Arbeitspaket „Replication and Scale-Up to Associated Regions“ und steuert mit dem Neuburger Renaturierungsgebiet eine „Demonstrator Pilot Site“ bei, weshalb das Aueninstitut auch im Ar-beitspaket „Danube River Basin Lighthouse Demonstrators“ prominent vertreten ist.
Förderer:
EU, Horizon Europe
Laufzeit:
2023 - 2026
KU.fordoc:
Antragstellerin:
Prof. Dr. Annika Sehl (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Journalistik mit Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft)
Projektpartner:
Universität der Bundeswehr (Lead)
Beschreibung:
Zunehmende Polarisierungstendenzen, zwischenmenschliche Konflikte und eine Verrohung der Debattenkultur prägen zunehmend unser gesellschaftliches Zusammenleben. Das wirft wichtige Fragen auf: Auf welche Ursachen sind diese Entwicklungen zurückzuführen? Wie kann man ihnen entgegentreten? Und wie können demokratische Wertestrukturen gestärkt und zivilgesellschaftliche Diskurse wieder konstruktiver geführt werden? Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „KOKO. Konflikt und Kommunikation“, in dem Forschende aus der Psychologie, politischen Soziologie und Journalistik der Universität der Bundeswehr München (Uni Bw M) und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) kooperieren, hat zum Ziel, Antworten auf diese Fragen zu liefern.
Förderer: Europäische Union – NextGenerationEU
Laufzeit: 2023 - 2026
Antragstellerin:
Prof. Dr. Annika Sehl (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Journalistik mit Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft)
Projektpartner:
Universität der Bundeswehr (Lead)
Beschreibung:
Medien sind ein zentraler Akteur in Konfliktzeiten und haben das Potenzial, Versöhnungs- und Friedensprozesse und damit die Zukunft maßgeblich und nachhaltig zu gestalten. Wie kann die Digitalisierung dabei zur Friedensförderung genutzt werden, beispielsweise um verschiedenen Gruppen innerhalb der Konfliktregionen miteinander ins Gespräch zu bringen, mit dem Ziel, erste Schritte für die Realisation einer friedlichen Zukunft zu skizzieren? Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Media for Peace“ (M4P), in dem Forschende aus der Journalistik, politischen Soziologie und Informatik (Uni Bw M) der Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und der Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) kooperieren, hat zum Ziel, Antworten auf diese Frage zu liefern. Zudem will es ganz praktisch eine friedensfördernde, konfliktsensible und konstruktive Berichterstattung in den Fokusländern Afghanistan und Libanon durch eine dialogbasierte digitale Plattform fördern, die in Kooperation mit dem Media Lab Bayern entwickelt wird.
An der KU haben sich Prof. Dr. Sehl und ihr Team in Kooperation mit Alfarabi (IABG, BIGS, Candid) auf die Nutzung von Twitter (jetzt als X bekannt) in Afghanistan und im Libanon konzentriert und die Analyse von mehreren Millionen Tweets genutzt, um die wichtigsten diskutierten Themen auf dieser Plattform sowie die Vernetzung der Twitter-Nutzer aufzuzeigen. In Zusammenarbeit mit der Informatik der UniBw und durch die Anwendung einer automatisierten Inhaltsanalyse will das Team von Prof. Dr. Sehl zudem die Nachrichtenberichterstattung ausgewählter Zeitungen in Afghanistan und Libanon analysieren.
Förderer: Europäische Union – NextGenerationEU
Laufzeit: 2023 - 2026
Projektleitung:
Dr. Barbara Stammel (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Angewandte Physische Geographie/
Aueninstitut Neuburg)
Kooperationspartner:
diverse
Beschreibung:
Restore4Life will die vielfältigen ökologischen und sozio-ökonomischen Vorteile von Renaturierung von Feuchtgebieten demonstrieren. Durch diese neu zu etablierende blau-grüne Infrastruktur soll dem Klimawandel entgegengewirkt, aber auch die regionale Resilienz gegen diesen unterstützt werden. Das Projektkonsortium aus 31 Partnern (Lead partner: Universität Bukarest) untersucht dabei im Donauraum in vier Demonstrationsgebieten und sechs Monitoringstandorten die Bereitstellung wichtiger Ökosystemleistungen (Schwerpunkt auch auf Kohlenstoff- und Nährstoffrückhalt, Wasserspeicherung, kulturelle Leistungen), die Resilienz von wasserabhängigen Lebensräume und die vielfältigen sozioökonomischen Synergien solcher Maßnahmen.
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, den Restore4Life-Accelerator zu etablieren, der durch neuartige Tools, Apps und Handbücher die notwendige Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen beschleunigt und damit ein integratives Feuchtgebietsmanagement voranbringt, das auch soziales Engagement ermöglicht. Dazu werden zunächst in den Untersuchungsgebieten neue Monitoringansätze und Indikatoren entwickelt und die sozio-ökonomische wie ökologischen Erfahrungen bewertet und gesammelt. Die gewonnenen Ergebnisse werden dann in weiteren Regionen (Länder außerhalb des Projektkonsortiums) getestet und deren Übertragbarkeit validiert: dazu werden in 5 weiteren Gebieten, die über einen offene Ausschreibung gesucht werden, vergleichbare Renaturierungsmaßnahmen gemeinsam mit den lokalen Interessensgruppen entwickelt, geplant und umgesetzt. Das Aueninstitut arbeitet in Restore4Life vor allem als Arbeitspaketleiter bei der Auswahl dieser weiterer Gebiete und der Erstellung von Konzepten für diese sowie als co-lead beim Arbeitspaket zum Monitoring der Renaturierungsmaßnahmen.
Förderer:
EU Horizon Europe Climate
Laufzeit:
2023 - 2027
Projektwebseite:
restore4life.eu
KU.fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/3401/
Antragstellerin:
Prof. Dr. Tanja Rinker /Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Professur für Deutsch als Fremdsprache)
Beschreibung:
Drei Schulen und drei Universitäten in drei Ländern (Österreich, Frankreich, Deutschland), sowie als assoziierter Partner die Universität Pristina (Kosovo), entwickeln gemeinsam ein transnationales, mehrsprachiges und interkulturelles Schulentwicklungskonzept für die Jahrgangsstufen 3-6 (von der Kindheit zur Adoleszenz). Dabei betrachten sie die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas als ein konstitutives Merkmal unseres Kontinents, das sie als Chance und Ressource auch und gerade für die Schule begreifen. Aufgrund des starken Zuzugs in unsere Länder sind in unseren Klassenzimmern viele verschiedene Sprachen präsent. Diesen „Schatz“ gilt es gezielt zu nutzen.
Angestrebt wird die systematische Nutzung und Optimierung einer transferierbaren Spracherwerbskompetenz sowie die Entwicklung gezielter Unterrichts- und Lernstrategien im Rahmen einer modernen Mehrsprachigkeitsdidaktik. Das Projekt knüpft an ein bestehendes und fortzuschreibendes Mehrsprachencurriculum und Mehrsprachenkompetenzmodell an.
Mit Hilfe eigens entwickelter Fragebögen für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen wird ermittelt, wie der Status quo zu beurteilen ist und in welchen Bereichen sich Handlungsfelder abzeichnen.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbindung der Elternschaft. Sprachbarrieren sollen überwunden und eine offene, konstruktiv-partizipative Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gezielt gefördert werden. Die zu entwickelnden Unterrichtskonzepte werden in bilingualen und in Regelklassen erprobt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Lehrkräfteaus- und fortbildung ein. In multikulturellen, flexiblen Klassenzimmern wird die Erprobung interaktiver Methoden ermöglicht (Linguistic Schoolscaping). Mehrsprachige Künstler(innen) werden zum Einsatz kommen. Studierende werden zum Themenbereich Kurzfilme drehen.
Förderer: Europäische Union
Laufzeit: 2022 - 2025