“Als ich siebzehn Jahre alt wurde, beschlossen meine Eltern, mich zum Studium an die Universität von Ingolstadt zu schicken.” (Victor Frankenstein)
In Mary Shelleys Roman Frankenstein (1818) beginnt Victor Frankensteins Suche nach Wissen in Ingolstadt. Die Stadt ist mit ihrer Universität ein Symbol für Gelehrsamkeit, wissenschaftliche Neugier – und für die Frage, welche Verantwortung mit Erkenntnis einhergeht. Aus dieser Konstellation heraus entwickelt der Roman eine der einflussreichsten Reflexionen über Schöpfung, Kontrolle und die Folgen menschlichen Handelns.
Mehr als zweihundert Jahre später sind diese Fragen erneut virulent. Künstliche Intelligenz verspricht ungeahnte Möglichkeiten, fordert aber auch dazu heraus, über Verantwortung, Fürsorge und die Grenzen des Machbaren nachzudenken.
Die KU Eichstätt-Ingolstadt nutzt für ihren Zukunftscampus heute wieder die historischen Gebäude der 1472 gegründeten bayerischen Landesuniversität: die Hohe Schule und das Georgianum. Mit unseren an genau diesen Orten stattfindenden Forschungsprojekten und Veranstaltungen zu Frankenstein und Künstlicher Intelligenz knüpfen wir bewusst an eine lange Geschichte des Erkenntnisgewinns und des Missbrauchs von Wissen an. Wir eröffnen einen Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander ins Gespräch treten.
Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Gespräch teilzunehmen. Kommen Sie einfach vorbei oder schreiben Sie uns eine E-Mail an frankenstein@ku.de.