“Denk daran, dass ich dein Geschöpf bin. Ich hätte dein Adam sein können, aber ich bin eher der gefallene Engel, dem du jedes Glück verweigerst und den du gnadenlos bestrafst.” (das Geschöpf)
Die erste FrankenstAIn-Konferenz zur Philosophie der KI und Technologie findet am 22. und 23. Oktober 2026 in Ingolstadt statt.
Wir freuen uns auch über Einreichungen für den dazugehörigen FrankenstAIn-Essaypreis.
In Mary Shelleys Roman Frankenstein erschafft der Protagonist Victor Frankenstein ein künstliches Wesen, das sich schließlich der Kontrolle seines Schöpfers entzieht. Die Analogie zur KI liegt auf der Hand. Der Roman kann daher als warnendes Beispiel für die raschen und unvorhersehbaren Folgen der Erschaffung von Wesen gelesen werden, die wir nicht richtig verstehen und die nicht notwendig mit unseren Werten übereinstimmen.
Der Roman wirft somit eine Reihe von Fragen auf, die heute für die Philosophie und Ethik der KI sowie für den verantwortungsvollen Umgang mit Technologie im Allgemeinen relevant sind. Shelley lässt ihren Roman in Ingolstadt spielen. Und Victor Frankenstein hätte in Gebäuden studiert, die kürzlich renoviert wurden und heute von der KU Eichstätt-Ingolstadt genutzt werden. Dazu gehören die Hohe Schule aus dem 15. Jahrhundert und das Alte Anatomiegebäude aus dem 18. Jahrhundert. Die Konferenz wird in diesen historischen Gebäuden stattfinden. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen, die sich mit der Philosophie der KI und Technologie beschäftigen. Die Veranstaltung findet vor dem Hintergrund von Shelleys Roman statt. Die Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, an einem Stadtrundgang und einem Besuch des Medizinhistorischen Museums teilzunehmen, wo sie mehr über den historischen und technologischen Kontext erfahren, in dem der Roman spielt. Die Konferenz ist die erste einer jährlichen Konferenzreihe zu diesem Thema.
Die diesjährigen Keynote-Speaker sind:
· Eileen Hunt (Notre Dame)
· Nolen Gertz (Twente)
· Michael Zichy (Bonn)