Prof. Dr. Vanessa Conze

Bild Vanessa Conze

Lehrstuhlinhaberin

Zur Person

1991-1997 Integrierter deutsch-französischer Studiengang der Universitäten Tübingen und Aix-en-Provence/Frankreich. Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der mittelalterlichen Geschichte, der Neueren deutschen Literatur und des Öffentlichen Rechts. Abschlüsse: Magister Artium und Maîtrise d`Histoire. 2001 Promotion im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Tübingen. 2018 Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte.

1997–2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen. 2001 Auslandsaufenthalt in Toronto/Kanada. 2002-2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB "Kriegserfahrungen" an der Universität Tübingen. 2008-2010 Eigene Stelle der DFG/Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen. Titel des Habilitationsprojektes: "Treue schwören! Der politische Eid im 19. und 20. Jahrhundert". 2015 Forschungsaufenthalt an der University of Toronto (Visitin) Scholar Munk School for Global Affairs). 2017 Projekt zur "Kulturgeschichte der Tapete" im Auftrag der Marburger Tapetenfabrik J.B.Schaefer GmbH&Co.KG. Seit 2018-2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Konvekta-CH-Schmitt-Stiftung/Schwalmstadt. Titel des Projekts: "Nationalsozialismus in der Region". 

Wintersemester 2020/21 - Sommersemester 2022 Vertreterin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

August 2022 Berufung an den Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

 

 

 

Curriculum Vitae

Vanessa Conze

Privatdozentin Neuere und Neueste Geschichte

geb. 1970 in Düsseldorf, verheiratet, 3 Kinder

 

Ausbildung

1990

Abitur am Görres-Gymnasium Düsseldorf

1990–1991

Einjähriger "Cours de langue et civilisation françaises pour Etrangers" an der Université de Nancy/Frankreich

1991-1997

Aufnahme in den integrierten deutsch-französischen Studiengang der Universitäten Tübingen und Aix-en-Provence/Frankreich. Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der mittelalterlichen Geschichte, der Neueren deutschen Literatur und des Öffentlichen Rechts. Abschlüsse: Magister Artium und Maîtrise d`Histoire (1,0).

2001

Promotion im Fach Neuere und Neueste Geschichte

an der Universität Tübingen (1,0).

Titel der Dissertation: "Das Europa der Deutschen. Ideen von Europa in Deutschland zwischen Reichstradition und Westorientierung (1920-1970)"

Betreuerin: Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel

2018

Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen,

venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte

Titel der Habilitationsschrift: "Treue schwören. Der politische Eid im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts."

Thema des Vortrags: "Die Welt im Haus Vaterland. Kulturhistorische Annäherungen an die Erlebnisgastronomie der Zwischenkriegszeit."

 

Beschäftigungsverhältnisse

1993–1997

Wissenschaftliche Hilfskraft am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen (Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel)

1997–2001

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen

2001

Auslandsaufenthalt in Toronto/Kanada

2002-2006

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB "Kriegserfahrungen" an der Universität Tübingen.

Titel des Post-Doc-Projektes: "Grenzen und Krieg. Der Grenzdiskurs im Spannungsfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit zwischen Jahrhundertwende und Kaltem Krieg".

2007/2008

Auslandsaufenthalt in Cambridge/Großbritannien

2008-2010

Eigene Selle der DFG/Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen.

Titel des Habilitationsprojektes: "Treue schwören! Der politische Eid im 19. und 20. Jahrhundert".

2015

Forschungsaufenthalt an der University of Toronto (Visitin Scholar Munk School for Global Affairs)

2017

Projekt zur "Kulturgeschichte der Tapete" im Auftrag der Marburger Tapetenfabrik J.B.Schaefer GmbH&Co.KG

seit 2018

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Konvekta-CH-Schmitt-Stiftung/Schwalmstadt.

Titel des Projektes: "Nationalsozialismus in der Region. Das Beispiel der Schwalm."

Publikationsverzeichnis

Monographien

  1. Das Europa der Deutschen. Ideen von Europa in Deutschland zwischen Reichstradition und Westorientierung (1920-1970). Studien zur Zeitgeschichte Bd. 69, München 2005.
  2. Richard Coudenhove-Kalergi. Umstrittener Visionär Europas, Göttingen 2005.
  3. „Ich schwöre Treue…!“ Der Politische Eid zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik. Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft Bd. 237, Göttingen 2020.
  4. Die Marburger Tapetenfabrik 1845-1945. Festschrift zum 175-jährigen Jubiläum der Marburger Tapetenfabrik J.B.Schaefer GmbH & Co. KG, erscheint (voraussichtlich Kirchhain) 2021.
  5. „Haus Vaterland“: Vergnügungskultur in Berlin zwischen Kaiserreich und DDR, i.E., Berlin 2021.
  6. Krieg und Nachkrieg in der Region. Die Schwalm 1939-1955, erscheint 2021.

 

Aufsätze und Beiträge in Sammelbänden

  1. Zwischen Rhein und Donau. Abendländisches Denken zwischen deutsch-französischen Verständigungsinitiativen und konservativ-katholischen Integrationsmodellen 1923-1957, in: Journal of European Integration History 5 (1999), 2, 17-47 (unter dem Namen Vanessa Plichta, zusammen mit Guido Müller).
  2. „Die Erneuerung des Abendlandes wird eine Erneuerung des Reiches sein…”. „Europa“ in der Zeitschrift „Neues Abendland“ (1946-1957), in: Der Europadiskurs in den deutschen Zeitschriften (1945-1955), hg. von Michel Grunewald/Hans Manfred Bock, Bern u.a. 2001, 319-343 (unter dem Namen Vanessa Plichta).
  3. Reich – Europa – Abendland. Zur Pluralität deutscher Europaideen im 20. Jahrhundert, in: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik 154 (Juni 2001), 60-69 (unter dem Namen Vanessa Plichta).
  4. Die Grenzen der Niederlage. Kriegsniederlagen und territoriale Verluste im Grenz-Diskurs in Deutschland (1918-1970), in: Horst Carl/Hans-Henning Kortüm/Dieter Langewiesche/Friedrich Lenger (Hgg.), Kriegsniederlagen. Erfahrungen und Erinnerungen, Berlin 2004, 163-184.
  5. Abendland gegen Amerika! „Europa“ als antiamerikanisches Konzept im westeuropäischen Konservatismus (1950-1970), in: Jan C. Behrends/Árpád von Klimó/Patrice G. Poutrous (Hgg.), Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert. Studien zu Ost- und Westeuropa, Bonn 2005, 204-224.
  6. Für ein Europa im Westen: Friedrich Carl von Oppenheim und die Europa-Union Deutschland, in: Jürgen Mittag/Wolfgang Wessels (Hgg.): „Der kölsche Europäer“. Friedrich Carl von Oppenheim und die europäische Einigung, Münster 2005, 237-271.
  7. „Unverheilte Brandwunden in der Außenhaut des Volkskörpers“. Der deutsche Grenz-Diskurs der Zwischenkriegszeit (1919-1930), in: Ordnungen in der Krise. Zur politischen Kulturgeschichte Deutschlands 1900-1933, hg. von Wolfgang Hardtwig, München 2007, 21-48.
  8. „Zum Europäer bin ich in Amerika geworden“. Zum Zusammenhang zwischen Europabewusstsein und biographischen Erfahrungen in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit, in: Entscheidung für Europa. Erfahrung, Zeitgeist und politische Herausforderungen am Beginn der europäischen Integration, hg. von Volker Depkat/Piero S. Graglia, Berlin u.a. 2010, 43-60.
  9. Leitbild „Paneuropa“? Zum Europagedanken und seiner Wirkung in der Zwischenkriegszeit am Beispiel der Konzepte Richard Coudenhove-Kalergis, in: Leitbild Europa? Europabilder und ihre Wirkungen in der Neuzeit, hg. von Jürgen Elvert/Jürgen Nielsen-Sikora, Stuttgart 2009, 119-125.
  10. „Gegen den Wind der Zeit“? Emil Franzel und das „Abendland“ zwischen 1930 und 1950, in: Rückblickend in die Zukunft. Politische Öffentlichkeit und intellektuelle Positionen in Deutschland um 1950 und 1930, hg. von Alexander Gallus/Axel Schildt, Göttingen 2011, 181-199.
  11. Zwei Europas und ein Kanzler: Europabewegungen in den fünfziger Jahren und ihr Verhältnis zu Konrad Adenauer, in: Epoche im Widerspruch. Ideelle und kulturelle Umbrüche der Adenauerzeit, hg. von Michael Hochgeschwender, Bonn 2011.
  12. Abendland, in: EGO, http://ieg-ego.eu/de/threads/crossroads/politische-raeume/vanessa-conze-abendland
  13. Vielfalt ohne Einheit? Deutsche Europaideen im 20. Jahrhundert, in: Europäische Einigung im 19. und 20. Jahrhundert. Akteure und Antriebskräfte, hg. von Ulrich Lappenküper/Guido Thiemeyer, Paderborn 2013, 45-68.
  14. Treue schwören. Der Konflikt um den Verfassungseid in der Weimarer Republik, in: Historische Zeitschrift 297 (2013), 354-389.
  15. Facing the Future backwards: `Abendland´ as an Anti-Liberal Idea of Europe in Germany between the First World War and the 1960s, in: Anti-Liberal Europe. A Neglected Story of Europeanization, hg. von Dieter Gosewinkel, New York/Oxford 2015, 72-89.
  16. Vom deutschen Europa zum europäischen Deutschland? Liberales Europadenken zwischen Ersten Weltkrieg und Bundesrepublik am Beispiel Hans Albert Kluthes, in: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 2016, 143-160.
  17. Das Abendland als europäische Idee. Zur Geschichte eines konservativen Ordnungskonzepts und seiner Bedeutung für den katholischen Adel, in: Wendepunkt 1918. Chancen und Rollenfindung im Adel, hg. von Franz Josef von der Heydte, München 2020, 81-109.
  18. Der „Führereid“, in: Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 2020 (i.E.).
  19. Für Europa und die Republik? Europaideen und Europabewegungen in der Weimarer Republik, in: Dodici Lezioni su Weimar, hg. von Christoph Cornelißen u.a., Schriftenreihe des ISIG Trento, erscheint Bologna 2021.

Forschung

Forschungsschwerpunkte:

  • Politische Kulturgeschichte
  • Ideengeschichte
  • Regionalgeschichte
  • Geschichte der europäischen Integration
  • Geschichte politischer Loyalitäten
  • Kulturgeschichte des Vergnügens