Großes Interesse an deutsch-polnischem Austausch

Dr. Kozerski, Dr. Rüther, Prof. Dr. Lebioda
© Kozerski

Warum über die deutsch-französischen Beziehungen in Polen sprechen? Der Besuch von Dr. Christina Rüther in Breslau vom 10. bis 13. Dezember 2025 zeigte, wie wertvoll die Debatten mit den polnischen Studierenden über den stotternden deutsch-französischen Motor in der EU sowie die Rolle Polens waren.

Es lag für die Studierenden auf der Hand, dass wirtschaftliche und demographische Stärke sowie historische Gründe zu einer deutsch-französischen Führungsrolle in der EU beigetragen haben. Trotzdem wurde vor dem Hintergrund der EU-Erweiterungen und der aktuellen Herausforderungen auch die Grenzen dieser Führungsrolle deutlich und Zukunftsszenarien diskutiert. Eine neu formierte Gruppe von Studierenden im Bereich Deutschlandforschung war zudem sehr interessiert an einem weiteren und vertieften Austausch mit Deutschland und vor allem deutschen Studierenden.

Der Besuch von Dr. Rüther zeigte auch Möglichkeiten weiterer Kooperation zwischen der KU und der Universität Breslau. Die Aktivitäten der Breslauer Kollegen über die Kulturbeziehungen im Weimarer Dreieck (u.a. von Dr. Mariusz Dzieweczyński am Germanistischen Institut der Universität Breslau) waren ebenso inspirierend wie die Gespräche mit den Partnern des Lehrstuhls für Deutschlandforschung (Prof. Dr. Tadeusz Lebioda und Dr. Mariusz Kozerski).  Prof. Dr. Lebioda, Dr. Kozerski und Dr. Rüther tauschten sich nicht nur über komplementäre Studienangebote in Eichstätt und Breslau aus, sondern besichtigten auch gemeinsam die Jahrhunderthalle von Max Berg und das Haus, in dem Edith Stein in Breslau aufgewachsen ist.