Zweite öffentliche Schauberegnung im Donaumoos

Bei Langenmosen findet am 06. November ab 15 Uhr eine öffentliche Beregnung statt. Interessierte können die Auswirkungen von Starkregenereignissen auf Moorböden vor Ort verfolgen.

Plötzlich fällt ganz viel Regen auf einmal. Wie lange kann der Moorboden das Wasser aufnehmen? Das ist eine der spannenden Fragen, auf die Dr. Peter Fischer, Fachgebiet Bodengeographie und Bodenerosion der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) wieder eine Antwort geben will. Dazu wird der Forscher seinen Rainmaker am Freitag, den 6. November, auf einem abgeernteten Acker nahe Langenmosen aufstellen. Auf Knopfdruck lässt sich mit dem Gerät ein heftiger Starkregen (Warnstufe 4) simulieren, was Landwirte und Bewohner des Donaumooses live mitverfolgen können. Alle, die Interesse haben, sind willkommen und sollten 15 Uhr vor Ort sein. 

Andere Bedingungen, gleiches Ergebnis?

Nach der ersten Schauberegnung im Sommer bei Obermaxfeld folgt damit die zweite Veranstaltung dieser Art. Allerdings sind die Bindungen andere: Es herrscht keine Hitze und Trockenheit mehr, das Ende der Vegetationsperiode ist erreicht, das Grundwasser steht höher und ein anderer Acker wird beregnet. Deshalb sind auch die Organisatoren der Veranstaltung von der KU Eichstätt, vom Donaumoos-Team und Donaumoos-Zweckverband gespannt auf das Ergebnis. Das wird ein weiteres Puzzle im gemeinsamen Projekt „Regen trifft Torf - Moorboden-Hydrologie im Donaumoos besser verstehen“ der drei Partner liefern.

Wieder mit auf Acker stehen werden auch Studierende der Professur für Geographiedidaktik und Bildung für nachhaltige Entwicklung an der KU. Sie werden in ihrem Geowindow demonstrieren, welchen Weg das Wasser durch Acker- und Grünlandboden nimmt. Beide Bodenprofile sind für die Beregnung in dem Schaukasten abgetrennt. Im Anschluss an diese Demonstration wie auch nach dem Rainmakereinsatz kann mit den Fachleuten vor Ort diskutiert werden. Das Ende der Veranstaltung ist für 16 Uhr geplant. 

Treffpunkt für die öffentliche Beregnung ist der Feldweg am Neuen Mooskanal – und zwar 1,3 Kilometer von der Auffahrt im Südwesten zur St2050, die Langenmosen und Klingsmoos bzw. Ludwigsmoos verbindet. 

Eine Anmeldung ist nicht nötig, aber der Blick in die Wetterapp des Vertrauens: Sage diese Dauerregen vorher, müsse die Veranstaltung um eine Woche verschoben werden, teilt das Donaumoos-Team mit. Der Ausweichtermin werde dann über den Social Media Kanal des Donaumoos-Zweckverbandes und die Webseite der Universität kommuniziert.