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Pragmatist Animal Geographies

Wolf
© Colourbox

Neue Publikation über die Mensch-Wolf-Transaktionen in der schweizerischen Calanda-Region von Verena Schröder und Prof. Dr. Christian Steiner in der Geographische Zeitschrift 108, 2020/3

Anschließend an die Forderung in den Animal Geographies nach einer Destabilisierung des dualistischen Verständnisses der Beziehung von Mensch und Tier gehen wir in diesem Beitrag der Frage nach, inwiefern eine transaktionistische Perspektive im Anschluss an die Philosophie des Klassischen Pragmatismus für die Animal Geographies fruchtbar gemacht werden kann. Hierfür schlagen wir eine ontologische Rekonfiguration der vermeintlichen Grenze zwischen Mensch und Tier vor. Davon ausgehend diskutieren wir die damit verbundenen methodologischen Konsequenzen, entwerfen ein pragmatisch-transaktionistisches Analysekonzept zur Untersuchung von Mensch-Tier-Beziehungen und erproben dies am Beispiel der Rückkehr der Wölfe in die schweizerische Calanda-Region. Dabei zeigt sich in der Empirie, dass das Transaktionskonzept insbesondere für die Untersuchung von Prozessen im Mensch-Mitwelt-Gefüge fruchtbar ist, in denen komplexe Veränderungen, Dynamiken und Rückkopplungsprozesse eine besondere Rolle spielen.

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