„Die KU ist Kult“ – die Universität feiert Dies Academicus

Anlässlich ihres akademischen Festtags der KU hat der Bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume in einer Videobotschaft dem „Serienmeister der deutschen Universitätslandschaft“ zur vierten Auszeichnung als beliebteste Universität Deutschlands gratuliert. „Die KU ist Kult“, sagte er. Die frisch wiedergewählte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien nutzte diese Steilvorlage in ihrer Ansprache und zeigte: Die KU ist so erfolgreich, weil sie in den letzten Jahren ihr Profil weiter geschärft hat. Dazu gehört als zentrales Thema in Forschung und Lehre die Nachhaltigkeit, die Festredner Prof. Dr. Ottmar Edenhofer aktuell klimapolitisch und ökonomisch einordnete.

Ehrengäste feiern mit der KU

Prof. Dr. Klaus Stüwe
Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Stüwe bei seiner Begrüßung

Zum Auftakt des Festaktes begrüßte Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Stüwe zahlreiche Festgäste aus Politik, Wirtschaft und Hochschullandschaft, darunter den Stiftungsratsvorsitzenden Horst Seehofer. An den Anfang stellte er dabei jene, die die KU mit ihrer Begeisterung und ihrem Wirken maßgeblich prägen. Die Studierenden sind es, das wurde auch im Grußwort des Vorsitzenden des studentischen Konvents Sascha Grünwald und in der Ansprache der Präsidentin deutlich, die mit ihrem Engagement, ihren Ideen und in der Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung die KU gestalten.  

Was macht die KU aus?

Die Festgäste des Dies Academicus
Die Festgäste des Dies Academicus

Wissenschaftsminister Blume sagte, „ein besonderes Klima, ein besonderer Geist, ein ganz besonderer Spirit“ sei es, was die KU ausmache. Gien griff seinen Slogan „Die KU ist Kult“ auf, um an zahlreichen ausgewählten Beispielen aus dem zurückliegenden Jahr zu zeigen, was die KU besonders macht. „Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Bildung mit Persönlichkeitsentwicklung, Orientierungswissen und gesellschaftlicher Reflexionsfähigkeit zu verbinden – und dafür inspirierende Orte zu schaffen.“ Die KU wolle eine menschenorientierte digitale Gesellschaft fördern und habe hierfür drei profilierte Forschungsfelder entwickelt. „Ethik, Religion, Kultur und Gesellschaft“, „Maschinelles Lernen und Data Science“ und „Umwelt und Nachhaltigkeit“. Die Universität ist laut Gien viel mehr als eine Institution. „Sie ist eine Gemeinschaft von Menschen, die Verantwortung übernehmen und bereit sind, sich füreinander einzusetzen – für Wissen, für junge Menschen und für unsere Gesellschaft.“ 

Wie kann Klimapolitik den Wohlstand langfristig sichern?

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer
Festredner Prof. Dr. Ottmar Edenhofer

Zu dieser Verantwortung für die Gesellschaft gehört für die KU und für Festredner Prof. Dr. Ottmar Edenhofer auch die globale Verantwortung für das Klima. Edenhofer betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit gerade in Zeiten globaler Konflikte und stellte klar: „Ökologische Wirtschaftspolitik sichert unseren Wohlstand langfristig.“ Edenhofer ist Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, er war Mitglied des Weltklimarates und in dieser Rolle bei der Ausarbeitung des Pariser Klimaabkommens 2015 beteiligt. 

In seiner Festrede stellte er pragmatische Ansätze vor, wie die internationale Kooperation vertieft werden kann, um den gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. „Aus ökonomischer Sicht darf die Welt nicht von der Substanz leben“, erklärte er, dies sei Bilanzbetrug. „Wir haben kein Ressourcen- sondern ein Klimaproblem“, denn während die Aufnahmefähigkeit der Atmosphäre in 20 Jahren erreicht sein wird, seien – zumindest für das 21. Jahrhundert – ausreichend fossile Energieträger vorhanden. Dies führe dazu, dass ein Großteil der Reserven an Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben müssten, um die Erderwärmung zu begrenzen. Dies sei ein zentraler Interessenskonflikt. Edenhofer zeigte, dass die EU durch die Reduktion von Öl- und Gasimporten, großen Einfluss auf die Erreichung dieses Ziels hätte. Er sieht eine wichtige Chance in der Zusammenarbeit der EU mit China, um durch ein koordiniertes Vorgehen und globale Zusammenarbeit, den „Möglichkeitssinn“ wach zu halten. Dies sei auch die Aufgabe der Universitäten. 

Ein musikalisches Fest

Prof. Eberhard, Stella Netzer und Philipp Weiß
Prof. Dr. Daniel Mark Eberhard am Akkordeon, Violinistin Stella Netzer und Philipp Weiß am Klavier zeigten die Vielfalt der Akkordeonmusik

Musikalisch bot Prof. Dr. Daniel Mark Eberhard dem Akkordeon, Instrument des Jahres 2026, eine Bühne. Gemeinsam mit Studierenden zeigte er im musikalischen Rahmenprogramm, dass dieses Instrument viel mehr als Volksmusik zu bieten hat. 

Im Rahmen des Dies Academicus wurden auch wieder herausragende Leistungen in Forschung und Transfer, Studium und Lehre mit Universitätspreisen ausgezeichnet. Dem Festakt vorangegangen war eine Vesper in der Eichstätter Schutzengelkirche, die der Eichstätter Diözesanadministrator Alfred Rottler zelebrierte. Der feierliche Lobpreis wurde von einem Chor und von Instrumentalisten aus Studierenden und Beschäftigten der KU unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Eham musikalisch gestaltet. 

Grußbotschaft von Staatsminister Markus Blume

Markus Blume

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Impressionen des Dies Academicus