„Nachhaltige Entwicklung gehört zu den profilbildenden Querschnittsaufgaben der KU“, heißt es im Bericht. Die nun in deutscher und englischer Sprache vorgelegte Ausgabe fasst die Entwicklungen und Aktivitäten der Jahre 2024 und 2025 zusammen und zeigt, wie die Universität ihren Whole-Institution-Approach weiter ausgebaut hat – also Nachhaltigkeit als gesamtuniversitäre Aufgabe versteht.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die weitere institutionelle Stärkung des Themas: Mit der 2023 gegründeten School of Transformation and Sustainability (STS) etabliert sich an der KU eine Fakultät, die sich dezidiert Fragen des sozial-ökologischen Wandels widmet. Im Wintersemester 2024/25 startete dort der neue Bachelorstudiengang „Transformation – Nachhaltigkeit – Ethik“.
Auch im Bereich Forschung zeigt der Bericht die thematische Breite nachhaltigkeitsbezogener Aktivitäten an der KU. Auf den Webseiten zum Thema Nachhaltigkeit sind inzwischen 55 laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte dokumentiert. Sie reichen von Fragen nachhaltiger Wirtschaftspolitik über Biodiversität und Auenentwicklung bis hin zu Mobilität, Klimaresilienz und demokratischer Teilhabe. Dass Nachhaltigkeitsforschung an der KU weiter an Profil gewinnt, zeigt sich auch an neuen oder neubesetzen Professuren – etwa für nachhaltige Wirtschaftspolitik.
KU seit mehr als zehn Jahren EMAS-zertifiziert
Im Hochschulbetrieb verfolgt die KU ihren nachhaltigen Kurs ebenfalls konsequent weiter. 2025 erhielt sie zum zehnten Mal die EMAS-Zertifizierung; seit 2019 ist sie zudem als erste deutsche Universität nach EMASplus zertifiziert. Der Bericht verweist auf deutliche Fortschritte bei zentralen Umweltkennzahlen: So liegt die Recyclingpapierquote bei 99,24 Prozent, womit die KU im Papieratlas-Hochschulwettbewerb 2025 den vierten Platz erreichte. Auch die Treibhausgasemissionen im Bereich der bislang bilanzierten Scopes 1 und 2 konnten über die vergangenen Jahre deutlich reduziert werden; 2024 wurde hier ein neuer Tiefstwert erreicht. Zugleich benennt der Bericht offen bestehende Herausforderungen – etwa bei der Pendelmobilität zwischen den Standorten oder bei der künftig umfassenderen Einbeziehung von Scope-3-Emissionen.