Im Rahmen der ZILAS-Vortragsreihe „Lateinamerika in Bewegung“ begrüßen wir Dr. Mariana Filgueiras von der Universidade Federal de Minas Gerais (UFMG), Brasilien, die derzeit im Rahmen eines DAAD-Stipendiums in Deutschland forscht.
Unter dem Titel „When Domestic Workers Become Writers: A Latin American Overview“ widmet sich die Literaturwissenschaftlerin einem tiefgreifenden Wandel in der kulturellen Repräsentation von Hausangestellten in Lateinamerika.
Obwohl Millionen von Frauen in diesem Sektor beschäftigt sind, blieben ihre Perspektiven in der Literatur lange Zeit weitgehend unsichtbar oder wurden durch stereotype Darstellungen geprägt. Zunehmend treten Hausangestellte jedoch selbst als Schriftstellerinnen hervor und entwickeln eigene Erzählungen über Arbeit, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Erfahrungen.
Der Vortrag untersucht diese Entwicklung aus einer intersektionalen Perspektive und verbindet Fragen der literarischen Repräsentation mit sozialer Mobilität, ästhetischer Emanzipation und der Care-Ökonomie im Globalen Süden.
Mariana Filgueiras ist Postdoktorandin im Bereich Literaturwissenschaft an der UFMG. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt sie über langjährige Erfahrung als Journalistin und Drehbuchautorin.
Veranstaltungsinformationen
- Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2026
- Uhrzeit: 13:00–15:00 Uhr
- Ort: KHG-110 (Besprechungsraum), KU Eichstätt-Ingolstadt
- Vortragssprache: Englisch
- Veranstalter: Zentralinstitut für Lateinamerikastudien (ZILAS)