FLEG

KU-FLEG

Forschungsprojekt zur Evaluation des Fachdienstes FLEG

Fachdienst für Kinder mit Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten im Grundschulalter

Im Jahr 2012 wurde der Fachdienst FLEG vom Amt für Familie und Jugend im Landkreis Eichstätt in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Eichstätt initiiert. Seitdem bietet der Fachdienst gezielte, niederschwellige und bedarfsgerechte Maßnahmen für Grundschüler*innen mit Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten an.

Welche Kooperationspartner sind an FLEG beteiligt?

Der Fachdienst FLEG ist eine multiprofessionelle Kooperation verschiedener Institutionen. Neben dem Amt für Familie und Jugend sind das Staatliche Schulamt Eichstätt, Schulpsycholog*innen und Vertreter*innen der Schulberatung im Landkreis Eichstätt, Grundschulen im Landkreis Eichstätt sowie verschiedene Professionen (z. B. Lerntherapeut*innen) an der Förderung der Kinder beteiligt.

Welche Personen der KU sind am interdisziplinären Kooperationsprojekt beteiligt?

An der KU ist ein interdisziplinäres Team aus den Bildungswissenschaften beteiligt. Dem Projekt gehören Dr. Elisabeth Fuchs vom Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik (Koordinatorin des Projekts an der KU) sowie Jun.-Prof. Dr. Barbara Lenzgeiger von der Juniorprofessur für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an. Darüber hinaus wirken PD Dr. Valérie-D. Berner, Vroni Hischa und Maria-Aikaterini Chatzaki von der Professur für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie mit.

 

FLEG Team
Von links nach rechts: Vroni Hischa (KU – bis September 2026), Jun. Prof. Dr. Barbara Lenzgeiger (KU), Maria-Aikaterini Chatzaki (KU – bis September 2026), Rudolf Färber (Schulamtsdirektor, Staatliches Schulamt Eichstätt), Christiane Wander (Amt für Familie und Jugend im Landkreis Eichstätt), Dr. Elisabeth Fuchs (KU), PD Dr. Valerie Berner (KU), Maria Reif (Amt für Familie und Jugend im Landkreis Eichstätt)

Was genau wird im Forschungsprojekt untersucht?

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden verschiedene Studien durchgeführt.

In einer ersten Phase (Studie KU-FLEG I) wurden Schüler*innen untersucht, die bis zum Jahr 2025 während ihrer Grundschulzeit an FLEG teilgenommen haben.

In der zweiten Phase (Studie KU-FLEG II) werden ab dem Schuljahr 2025/26 Schüler*innen untersucht, die neu an FLEG teilnehmen. Darüber hinaus werden Kontrollgruppen von Grundschülerinnen sowie deren soziales Umfeld einbezogen. Ergänzend werden auch die Perspektiven der Lehrkräfte und Eltern untersucht.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Mit dem interdisziplinären Kooperationsprojekt KU-FLEG soll eine fundierte Evaluation der FLEG-Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen erfolgen.

Auf Ebene des Kindes ist es das Ziel, die Auswirkungen von FLEG auf Lernschwierigkeiten und Lernauffälligkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie auf Auffälligkeiten im sozialen und emotionalen Verhalten zu evaluieren. Untersucht wird, ob Kinder von der Teilnahme an FLEG profitieren und welche Effekte sich auf ihre Lern- und Persönlichkeitsentwicklung ergeben. Darüber hinaus ist von Interesse, welche Aspekte des Projekts von den Schüler*innen als besonders wirksam wahrgenommen werden.

Auf Ebene der Familie steht die Perspektive der Eltern im Mittelpunkt. Untersucht wird unter anderem, welche Aspekte des Projekts FLEG aus Sicht der Eltern als besonders förderlich wahrgenommen werden.

Auf Ebene der multiprofessionellen Kooperation werden unter anderem die Rahmenbedingungen von FLEG untersucht. Zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität werden Gelingensbedingungen auf der Sach-, Persönlichkeits-, Beziehungs- und Organisationsebene sowie deren Wahrnehmung durch die beteiligten Kooperationspartner analysiert. Darüber hinaus wird die Wirkung der multiprofessionellen Zusammenarbeit untersucht.