Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik

Kooperationen

Assoziierte Partner

Bayerische Museumsakademie

Die Bayerische Museumsakademie ist angegliedert an das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) in München. Sie ist eine Initiative des MPZ, des Lehrstuhls für Bayerische Geschichte an der LMU München und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.

Gemeinsam mit Lehrkräften aller Schularten werden unterschiedliche Museen vom kleinen Heimatmuseum bis zur etablierten Kunstsammlung als wissenskulturelle Lehr- und Lernorte im Sinne eines erweiterten Klassenzimmers erschlossen.

Die Bayerische Museumsakademie hat die Aufgabe, die Bildungskooperationen zwischen Museen und Schulen auszubauen. Sie arbeitet mit dem Referat für Kulturelle Bildung am Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) zusammen und wirkt in einem Netzwerk mit museumspädagogischen Einrichtungen und zahlreichen kompetenten externen Partnern.

Seit dem Jahr 2014 bietet die Bayerische Museumsakademie eine modulare Weiterbildung an, die einen interdisziplinären Einblick in die Museumsarbeit ermöglicht.

Kulturinstitutionen

Archiv Galerie im Haus der Kunst/München

Mit der Archiv Galerie hat das Haus der Kunst 2014 ein neues Forschungs- und Ausstellungszentrum etabliert. Eingerichtet in einem zentral gelegenen Ausstellungsraum des Haus der Kunst, stellt die Archiv Galerie das sichtbare Gedächtnis der wechselvollen Geschichte und des komplexen historischen Prozesses dar, der das Haus der Kunst in seiner heutigen Form hervorgebracht hat und der sich bis in die Gegenwart fortsetzt. 

Bayerische Architektenkammer

In der Bayerischen Architektenkammer kooperiert die Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit und entwickelt Veranstaltungs- und Vermittlungsformate in den Bereichen der Architektur- und Denkmaldidaktik.

Bauarchiv Thierhaupten

Das bayerische Bauarchiv in Thierhaupten befindet sich in einem ehemaligen Benediktinerkloster. Es ist ein einzigartiger Ort, an dem Baugeschichte lebendig wird. In dieser Zusammenarbeit werden Materialien im Bereich der Denkmaldidaktik entwickelt und mit weiteren Kooperationspartnern Thementagungen konzipiert und veranstaltet.

denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule

denkmal aktiv bietet den Rahmen für schulische Projekte zu den Themen Kulturerbe und Denkmalschutz. Dabei werden die Schulen, die an denkmal aktiv teilnehmen, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit ihren Partnern fachlich und koordinativ begleitet und finanziell unterstützt.

Museum „Das Jurahaus“ in Eichstätt

Im Jahr 2004 wurde der Jurahausverein auf ein heruntergekommenes denkmalgeschütztes Handwerkerhaus aufmerksam. Es wurde 1657 erbaut und liegt in der Eichstätter Buchtalvorstadt. Die Immobilie gehörte der Stadt und sollte abgebrochen werden.

2009 wurde das Haus von der Stadt übernommen, mit viel Eigenleistung umfassend instand gesetzt und ein Museum zum Thema Jurahaus eingerichtet. Dabei ist das Gebäude selbst Ausstellungsobjekt, zahlreiche Zeugnisse der Baugeschichte sind sichtbar und werden erläutert, daneben gibt es Informationen zur Situation der Vorstadt, in der sich das Haus befindet, und zu Merkmalen und der Geschichte der Jurahäuser.

Sommerakademie Neuburg an der Donau

Von 2016 bis 2019 kooperierte die Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik mit der renommierten Sommerakademie in Neuburg an der Donau. Die Studierenden der Kunstpädagogik erhielten  jedes Jahr Stipendien für unterschiedliche Bereiche des zwei- und dreidimensionalen Gestaltens. Die Ergebnisse des Aufenthalts in den Ateliers der Sommerakademie wurden regelmäßig in der Galerie der Universität ausgestellt.

Akademische Kooperationen

Allianz für innovative Forschung und Lehre

Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich kaum im Alleingang bewältigen. Ob es Chancen und Risiken der Digitalisierung, der Klimawandel oder die Terrorgefahr sind – die Lösung komplexer, globaler Probleme und die Suche nach Antworten auf drängende Fragen erfordern die Expertise vieler Fachleute aus verschiedenen Disziplinen. Ein Mehrwert universitätsübergreifender Kooperationen kann darin bestehen, dass Stärken gebündelt werden, um Chancen für neue innovative Forschungsvorhaben zu eröffnen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Solche Kooperationen ermöglichen es, strategische Prozesse zusammenzuführen, sich gegenseitig bei der Gewinnung der besten Köpfe für den Wissenschaftsstandort zu unterstützen und durch Optimierung beim gemeinsamen Aufbau von Ressourcen ideale Rahmenbedingungen für Forschung – und damit auch für die Lehre zu schaffen. Unter dem Motto „so viel interner Wettbewerb wie nötig, so viel Kooperation wie möglich“ kann ein Forschungsverbund ein Höchstmaß an individuellem Nutzen mit einer institutionenübergreifenden Leitidee verknüpfen. Durch enge institutionelle Kooperation kann eine neue Qualität der Zusammenarbeit und damit ein Mehrwert für alle Beteiligten entstehen. Insbesondere internationale Kooperationen können in Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven und der eigenen Identität als zentraler Aspekt von Projekten transkulturelle Lernprozesse ermöglichen, die im Inland sowie im Austausch mit anderen Ländern bedeutsam sind. Transkulturelles Lernen kann dabei als Synergieeffekt bezeichnet werden, der v. a. durch die Besonderheiten kultureller Bildungsprozesse unterstützt wird. Akteure, die bewusst andere Perspektiven, Inspiration und neue Impulse für ihre Arbeit suchen, formulieren damit die Folgen transkultureller Lernprozesse als Ziele ihrer internationalen Kooperationsprojekte. Somit wird der globale Bildungs- und Wissenstransfer gefördert und gleichzeitig der Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland gestärkt.

Schulische Partner

Kooperation zwischen Schule und Universität

Ziel der Kooperation zwischen Schule und Universität ist die verstärkte Zusammenarbeit. Im Zentrum steht, dass alle Beteiligten von der Kooperation gleichermaßen profitieren. Vorteile der Zusammenarbeit für die Universität können darin gesehen werden, dass Studierenden des Lehramts ein praktisches Arbeitsfeld für die Umsetzung von Projektideen zur Verfügung gestellt wird. So lassen sich z. B. leichter Praktikumsplätze oder Themen für Abschlussarbeiten finden. Ein weiterer Vorteil der Kooperation besteht für die Universität darin, dass durch die Kooperation eine qualitativ hochwertige Lehrerinnen- und Lehrerausbildung gewährleistet werden kann. Ein intensiver Kontakt mit der Schulpraxis erleichtert den Zugang zu Schulen für Forschungszwecke, ermöglicht fundierte wissenschaftliche Forschung und forschungsgeleitete Lehre. Der Mehrwert für die Schulen besteht darin, dass sie durch diese Kooperation Unterstützung in ihren Prozessen der Schul- und Unterrichtsentwicklung erhalten. Konkret bedeutet dies, dass Schulen die Forschungsergebnisse für die Evaluation ihrer Konzepte und Projekte nutzen können. Insgesamt verweisen bisherige Kooperationsprojekte darauf, dass durch eine enge Kooperation Rahmenbedingungen für einen regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Studentinnen und Studenten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Fragen des Unterrichts und der Schulentwicklung geschaffen werden können. Auch können sich Schule und Universität im Rahmen von Kooperationen gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen, wie z. B. der fortschreitenden Digitalisierung oder der Realisierung einer inklusiven Schule, stellen.

Beispiel 1 – Kooperation mit dem Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt

Klang aus der Vergangenheit kommt in der Gegenwart an

Im Rahmen eines 6-wöchigen Werkprojekts in einer 8. Klasse des Gnadenthal-Gymnasiums Ingolstadt lernten deren Schülerinnen und Schüler Trommeln aus Ton herzustellen. Dieses rhythmusbildende Musikinstrument führt in seinen Wurzeln bis in die Steinzeit zurück. Da diese archaischen Instrumente soweit in die Geschichte zurück führen, wurden die Schülerinnen und Schüler zur Einstimmung auf eine kleine Einführung ins neolithische Leben geschickt: sie sahen Bilder von Archäologen, die solche Trommeln oft in Gräbern fanden und erfuhren, dass die Trommeln nicht nur zur Unterhaltung verwendet wurden, sondern von den Schamanen auch zu rituellen Zeremonien.

Dann ging es daran, selbst Trommeln zu bauen. Mit der gleichen Technik wie in der Steinzeit wurden diese nun nach eigenen Gestaltungsideen aus rotbrennendem Ton gefertigt. Der Klangkörper wurde in Wulsttechnik und zur leichteren Umsetzung in einer Schüssel aufgebaut. Anschließend wurde ein trichterförmiger Fuß daran gesetzt, der gleichzeitig den austretenden Schall verstärkt.

Die Gestaltungsarbeit fand unter Leitung der Kunstlehrerin Ronja Hora statt. Sie wurde dabei von Studentinnen der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begleitet, die ihrerseits an einem Seminar zum Trommelbau bei Akad. ORin Petia Knebel teilgenommen haben.

Während der Weihnachtsferien wurden die Trommelkörper gebrannt. Danach bezogen die Schülerinnen und Schüler ihre Trommeln mit je 15 Lagen eingekleisterten Butterbrotpapiers, das am Beckenrand mit dekorativen Kordeln fixiert wurde. Nach einer Woche Trockenzeit waren die Trommeln dann ´schlagfertig´.

Der Klang der Trommeln ist erstaunlich gut und überzeugte auch die Musiklehrer des Gnadenthal-Gymnasiums. Zusammen mit dem Musiklehrer Bernhard Reitberger, der selbst auch aktiver Schlagzeuger und Jazz-Vibraphonist ist, studierte die Gruppe junger Künstler einen Samba Reggae ein. Erstaufführung war dann in einer der nächsten Schulpausen.

Beim Ingolstädter Afrikafest folgte eine öffentliche Aufführung.

Beispiel 2 – Kooperation mit dem Förderzentrum für emotionale und soziale Entwicklung im Caritas Kinderdorf Marienstein

Das Förderzentrum für emotionale und soziale Entwicklung ist Teil des Caritas Kinderdorfs Marienstein in Eichstätt. Hier werden ca. 90 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 9. Klassenstufe nach den bayerischen Lehrplänen für die Grund- und Mittelschule unterrichtet und gefördert.

Im Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Wilhelm Schütz, betont dieser, dass bei dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, die Kinder und Jugendlichen aufgrund ihrer multiplen Verhaltensproblematiken unterstützt und während ihrer Schulzeit intensiv begleitet werden. Dies gelingt durch speziell ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, verkleinerte Klassen, Doppelbesetzungen im Unterricht sowie Kleingruppen- und Einzelunterricht. Dazu kommt ein intensiver fachlicher Austausch mit dem betreuenden Fachpersonal des Kinderdorfes.

Kooperationen, wie mit der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik, eröffnen sowohl den Schülern als auch den Studierenden neue und interessante Arbeitsfelder. So demonstrierte beispielsweise eine Studierendengruppe aus dem Seminar von Akad. OR Pfättisch den 7. Klassen die technischen Arbeitsschritte, die zur Herstellung eines mehrfarbigen Siebdrucks nötig sind. Gemeinsam wurde im Anschluss das erworbene Wissen in eigene Drucke umgesetzt, die nun die Kinderzimmer zieren.

Die 5.-Klässer gestalteten Landschaften mit Tieren aus Ton, die nach dem Brand und dem farbigen Gestalten noch bepflanzt wurden. Spannende Tiergeschichten standen am Beginn der Unterrichtseinheit, intensive Gespräche zwischen den Lernenden und Studierenden ergaben sich während des gemeinsamen Arbeitens und den Pausen.

Zusammen mit Akad. ORin Knebel entwickelten die Studierenden im Vorfeld unterschiedliche pädagogisch-didaktische Arbeitsweisen zur Vermittlung von Fachwissen im Umgang mit dem Material Ton. Die Studierenden sammelten Erfahrungen sowohl im Konzipieren als auch beim Durchführen von Unterricht und die Kinder freuten sich über die herzliche und intensive Zusammenarbeit mit ihren „ganz eigenen Studentenlehrerinnen“ und ihren „supernetten Studentenlehrern“.

Diese Projektarbeit ist ein weiterer wertvoller Beitrag auf dem Weg, die Kinder und Jugendlichen in das Regelschulsystem und in die Familien zurückzuführen, bzw. sie zum Schulabschluss, mit der Möglichkeit des Qualifizierenden Mittelschulabschluss, zu führen.

Beispiel 3 – Kooperation mit der Maria-Ward-Realschule Rebdorf

MWRS meets 3D-Druck KU EI

Als die acht Schülerinnen des Mathematikzweigs der Maria-Ward-Realschule Eichstätt vor wenigen Monaten damit anfingen, im CAD-Unterricht bei ihrer Lehrerin Petra Ferstl, 3D-Modelle zu konstruieren, wussten sie noch nicht, dass sie am 04. Juni 2019 den Makerspace der Kunstpädagogik an der KU Eichstätt besuchen würden, um dort selbstkonstruierte Puzzleteile als gedruckte Objekte entgegenzunehmen. 

Wie kam es dazu? 

Adrian Smoll, Lehrbeauftragter an der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik, der selbst auch an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt unterrichtet, lud die Klasse zu diesem Kooperationsprojekt in zwei Phasen ein. Den ersten Teil übernahm Frau Petra Ferstl vor Ort an der Schule, wo sie den Schülerinnen die Grundlagen des computer-aided design vermittelte und sie dazu anregte, eigene Modelle zu konstruieren. Im zweiten Teil besuchte die Klasse einen 3D-Druck-Workshop bei Adrian Smoll und Oliver Barišić (Studentischer Mitarbeiter) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in den Räumlichkeiten der Kunstpädagogik. Neben der geschichtlichen Entwicklung des 3D-Drucks wurden den Mädchen die Funktionsweise des 3D-Druckers und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nähergebracht. Mit großer Begeisterung entwarfen und gestalteten sie anschließend an Tablets mit dem Programm TinkerCAD kleine Objekte. Nach der entsprechenden Bearbeitung, die dafür sorgte, dass die Dateien für den 3D-Drucker les- und druckbar wurden, startete der Moment, der mit Abstand das größte Staunen auslöste – der 3D-Drucker nahm seine Arbeit auf und fertigte in geradezu melodiösen Bewegungen die kreativen Objekte der Schülerinnen. 

Sollten Sie als Lehrkraft mit Ihrer Klasse auch Interesse an einem entsprechenden Workshop bzw. einer Kooperation mit uns haben, nehmen Sie bitte gerne Kontakt mit uns auf.