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Ablauf eines Promotionsverfahrens an der PPF

1. Prüfung der Voraussetzungen

Die formalen Voraussetzungen für eine Promotion an der Philosophisch-Pädagogischen Fakultät der KU Eichstätt-Ingolstadt regeln die Rahmenpromotionsordnung (RaPromO) der KU (§ 5) und die Fachpromotionsordnung (FPromO) der PPF (§ 4).

 

2. Finden eines/r Betreuer/in und Disserationsthema

Jedes Promotionsvorhaben benötigt wissenschaftliche Betreuung. Wenn Sie die in der Rahmen- und Fachpromotionsordnung angegebenen Voraussetzungen erfüllen, können Sie sich eine/n Betreuer/in suchen. Dabei ist es wichtig, dass der/die Betreuer*in das Fachgebiet vertritt, in dem Sie promovieren möchten, und zugleich auf das Themengebiet spezialisiert ist, in dem Sie Ihre Dissertationsschrift verfassen möchten. Der erste gemeinsame Schritt besteht dann in der Erarbeitung Ihres Dissertationsthemas.

Ein gut gewähltes Dissertationsthema ist grundlegend für eine spätere Wissenschaftskarriere. Zugleich ist die Dissertation ein Projekt, das sich über mehrere Jahre erstreckt. Daher ist es wichtig, schon bei der Wahl darauf zu achten, dass Sie das Dissertationsthema begeistert.

Konnten Sie Ihre/n Betreuer*in von Ihrem Dissertationsprojekt überzeugen, gilt es im nächsten Schritt eine Betreuungsvereinbarung abzuschließen.

Die Betreuungsvereinbarung unterstützt Sie und Ihre/n Betreuer*in bei der Durchführung Ihres Projektes. In diesem Dokument werden der Zeit- und Arbeitsplan festgehalten und die gegen seitigen Rechte und Pflichten transparent dargelegt.

 

3. Beantragung Annahme als Doktorand*in

Wenn Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, eine/n Betreuer*in und ein entsprechendes Dissertationsprojekt gefunden haben, können Sie die Annahme als Doktorand*in beantragen. Die formelle Annahme als Doktorand*in regelt § 6 RaPromO.

Den schriftlichen Antrag richten Sie über das Dekanat an die/den Vorsitzende*n des Promotionsausschusses. Dem Antrag sind folgende Nachweise bzw. Dokumente beizufügen:

Nachweise über die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion (RaPromO § 5): Zeugnis (Master, Magister, Diplom) über das abgeschlossene Hochschulstudium (beglaubigte Kopie);

  • Erklärung darüber,
    - dass Sie nicht bereits an einer anderen Fakultät die Durchführung eines Promotionsverfahrens für den Erwerb desselben Doktorgrades beantragt haben, das noch nicht abgeschlossen ist bzw. nicht schon an einer Hochschule eine entsprechende Doktorprüfung endgültig nicht bestanden haben und
    - ob Sie bereits eine frühere Promotion abgeschlossen haben (ggf. mit Angabe von Ort, Zeit und Hochschule sowie Thema der Dissertation) (gem. RaPromO § 6 Abs. 2 Satz 3).
  • ein Lebenslauf mit genauer Darstellung des Studienverlaufs und Angabe bestandener und nicht bestandener akademischer Abschlussprüfungen (mit Ort/Datum und eigenhändiger Unterschrift);
  • ein amtliches Führungszeugnis (nicht älter als 3 Monate) oder der Nachweis der Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst;
  • das ausgefüllte Datenblatt für das statistische Landesamt mit den Angaben gem. Art. 64 Abs. 3 BayHSchG
  • die Betreuungszusage mit der akademische/n Lehrer/in, unter deren/dessen Leitung die Dissertation entstehen soll (im Original)
  • Betreuungsvereinbarung
  • Exposé zum geplanten Promotionsvorhaben

Ein Antrag auf Annahme als Doktorand*in kann prinzipiell jederzeit gestellt werden. Über die Annahme entscheidet der Promotionsausschuss, der Ihnen die Entscheidung schriftlich mitteilt. Da der Promotionsausschuss in der Regel nur zweimal im Jahr tagt, ist eine zeitnahe Anmeldung sinnvoll. Die Termine werden – sobald bekannt - auf der Homepage veröffentlicht.

Sollte es im Rahmen Ihrer Promotion zu einem Wechsel des/der Betreuer*in kommen, so ist dieser unverzüglich schriftlich dem Promotionsausschuss zu melden und eine entsprechende Betreuungsvereinbarung vorzulegen. Der Promotionsausschuss entscheidet über die Annahme der/des neuen Betreuer*in (RaPromO § 6 Abs.4).

 

4. Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren

Sobald Sie Ihre Dissertation fertiggestellt haben, können Sie die Zulassung zum Promotionsverfahren beantragen. Formell geregelt wird der Promotionsantrag in § 7 RaPromO und in § 5 FPromO.

Den schriftlichen Antrag richten Sie über das Dekanat an die/den Vorsitzende*n des Promotions- ausschusses. Dem Antrag sind folgende Nachweise bzw. Dokumente beizufügen:

Allgemeine Unterlagen gemäß RaPromO § 7 Abs. 3:

  • ein aktualisierter Lebenslauf in doppelter Ausführung (mit Ort/Datum und eigenhändiger Unterschrift);
  • drei maschinengeschriebene oder gedruckte Exemplare der schriftlichen Dissertationsleistung;
  • eine Erklärung, aus der hervorgeht, dass Sie
    - die schriftliche Dissertationsleistung selbständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt, keine anderen als die in der Arbeit angegebenen Schriften und Hilfsmittel benutzt und die den benutzten Werken wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen kenntlich gemacht haben und
    - insbesondere keine Hilfe von Vermittlungs- oder Beratungsdiensten in Anspruch genommen haben;
  • eine Erklärung darüber, ob Sie
    - bereits frühere Promotionsversuche unternommen oder Promotionen abgeschlossen haben oder
    - die Dissertation in gleicher oder anderer Form in einem anderen Versuch oder in einem anderen Prüfungsverfahren vorgelegt haben; von früheren Promotionsversuchen sind Ort, Zeit und Hochschule sowie Thema der Dissertation anzugeben;
  • ein amtliches Führungszeugnis oder der Nachweis der Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst;
  • Vorschläge bezüglich Referent*in und Korreferent*in sowie den Prüfenden in der Prüfungskommission.

Des Weiteren benötigen wir in diesem Antrag von Ihnen folgende Angaben:

  • Name Referent*in
  • Name Koreferent*in
  • Name Mitglied des Promotionsausschusses
  • Name eines weiteren Prüfers

 Über die Zulassung zum Promotionsverfahren entscheidet der/die Vorsitzende des Promotionsausschusses (RaPromO § 8 Abs. 1 Satz 1).

 

5. Begutachtung der Dissertation

Die Begutachtung der Promotion regeln § 10 RaPromO und § 6 FPromO.

Sobald Sie zum Promotionsverfahren zugelassen sind, werden vom Promotionsausschuss zwei Gutachten über Ihre Dissertation eingeholt. In der Regel erstellt Ihr/e Betreuer*in das Erstgutachten; für das Zweitgutachten wird ein/e Korreferent*in bestellt. Die Beurteilung der Dissertation erfolgt in getrennten schriftlichen Gutachten.

Nach dem Eingang sämtlicher Gutachten werden diese zusammen mit Ihrer Dissertation für mindestens 14 Tage während der Vorlesungszeit oder 28 Tage während der vorlesungsfreien Zeit im Dekanat zur Einsichtnahme ausgelegt. Nach Ablauf der Frist entscheidet der Promotionsausschuss über die endgültige Annahme oder Ablehnung der Arbeit. Der/die Vorsitzende des Promotionsausschusses teilt Ihnen das Ergebnis im Anschluss schriftlich mit.

 

6. Disputation

Die Disputation regeln §§ 11-16 RaPromO und § 7 FPromO. Ist Ihre Dissertation angenommen, setzen Sie zusammen mit der Prüfungskommission den Termin Ihrer mündlichen Prüfung fest. Die Prüfung soll spätestens drei Monate nach Annahme der Dissertation erfolgen. Der Termin wird schließlich fakultätsöffentlich bekannt gegeben. Ihnen geht spätestens 14 Tage im Voraus von der/dem Vorsitzende*n des Promotionsausschusses eine schriftliche Einladung zu. Die mündliche Prüfung findet in der Regel in Form einer öffentlichen Disputation statt.

 

7. Veröffentlichung

Ein weiterer grundlegender Bestandteil des Promotionsverfahrens ist die Veröffentlichung. Die Veröffentlichung der Dissertation und die Ablieferung der Pflichtexemplare regelt § 17 RaPromO.

Innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach Bestehen der mündlichen Prüfung müssen Sie Ihre Dissertation im Einvernehmen mit Ihrem/r Betreuer*in sowie Korreferent*in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich machen. Zudem ist ein Exemplar Ihrer Dissertation im Dekanat für die Prüfungsakten der Fakultät abzugeben.

Bitte beachten Sie in Bezug auf die Verbreitung Ihrer Dissertation die detaillierten Ergänzungen in der RaPromO § 17 Abs. 1 Satz 3-7.