Nachrichten der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät

Aktuelle Nachrichten

Drei Fragen an Jun.-Prof. Dr. Bettina Lindner-Bornemann

Bettina Lindner-Bornemann, früher wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft, ist dem Ruf an die Uni Hildesheim gefolgt und seit September Juniorprofessorin für Wissenschaftskommunikation. Im Interview erzählt sie von ihren neuen Aufgaben und was sie an der KU vermisst.

Welche Themen bilden den Schwerpunkt von Forschung und Lehre auf der Juniorprofessur für Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter?

Jun.-Prof. Dr. Bettina Lindner-Bornemann: In Zukunft werde ich mich verstärkt der gegenwärtigen (digitalen) Wissenschaftskommunikation widmen. Dabei interessiert mich z. B., was digitale Kommunikationsformen (Blogs, Instagram, Vlogs etc.) auf der sprachlichen Ebene ausmacht, wie sie sich unterscheiden und wie sich Wissenschaftskommunikation insgesamt durch diese neuen Kommunikationsformen verändert. Dazu biete ich in der Lehre verschiedene Seminare an, z. B. zur Digitalen Wissenschaftskommunikation.

Inwiefern knüpft die Juniorprofessur an die Lehr- und Forschungstätigkeit an der KU an, welche neuen Aufgaben kommen hinzu?

An der KU habe ich mich in Forschung und Lehre u.a. mit Variation und Wandel des Deutschen beschäftigt, also z. B. zu morphosyntaktischen Fragestellungen (possessive Strukturen im Deutschen) geforscht oder zur historischen Wissenschaftskommunikation gearbeitet (u.a. historische Textsorten, historische Fachwörterbücher, historische wissenschaftliche Objekte). Diese Themen möchte ich weiter vorantreiben, schließlich begeistern mich die Fragestellungen nach wie vor.

Zusätzlich möchte ich in Hildesheim Weiterbildungsangebote in der externen Wissenschaftskommunikation für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler organisieren. Diese Aspekte spielen in der akademischen Ausbildung bisher eine untergeordnete Rolle, werden aber in Zukunft immer wichtiger.

Hildesheim ist eine tolle Stadt, aber der Abschied von der KU und von Eichstätt MUSS schwerfallen. Was wird am meisten fehlen?

Ja, das stimmt absolut! Eichstätt bietet tolle Arbeitsbedingungen und eine schöne Arbeitsatmosphäre. Aber am meisten vermissen werde ich das Team vom Lehrstuhl und die Kolleginnen und Kollegen in Eichstätt (Grüße an alle ;-) !). Ich habe mich an der KU sehr wohl gefühlt und habe den Austausch sehr geschätzt.

Archiv