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Flanieren in Paris. Eine Exkursion von Studierenden der Kunstgeschichte und Germanistik

Kurz bevor das Sommersemester zu Ende geht, waren Studierende der Kunstgeschichte und der Neueren deutschen Literaturwissenschaft auf Exkursion in Paris. Die Exkursion bildete den Abschluss des interdisziplinären Seminars „Kunst und Literatur in Frankreich“, das Dr. Christian Sauer (Kunstgeschichte) und Prof. Dr. Friederike Reents (Neuere deutsche Literatur) in den vergangenen Wochen gemeinsam abgehalten haben.

Flanieren in Paris
Christian Sauer und Friederike Reents über den Dächern von Paris

 

Im Seminar hatten wir uns über literarische Texte und bildende Kunstwerke der französischen Hauptstadt als ästhetischem Raum, als Großstadt der Moderne, aber auch als Zufluchts- und Sehnsuchtsort genähert, wir hatten politische Ikonographie und literarische Rebellion ebenso in den Blick genommen wie bedeutungstragende Kunstepochen wie die Decadence, den Symbolismus und den Surrealismus, hatten Orte der Kunst und der Kommunikation wie Museen, Salons oder Passagen analysiert und Strategien der Sichtbarkeit und Inszenzierung im Hinblick auf Frauenbilder, Mode und Körperpolitik kritisch in den Blick genommen, und schließlich Paris im Film und in Zeugnissen der Erinnerung, der Postkolonialität und Globalität erfahren. 

In Paris nun wurden die theoretisch gewonnenen Eindrücke vor allem an Bau- und Kunstwerken, aber auch durch die Rezitation von Texten wie etwa Rilkes Karussell vertieft. Bei heißen Juli-Temperaturen näherten wir uns zunächst dem historischen Paris, vom Hôtel de Ville über die Île de la Cité zur Notre-Dame de Paris. 

Flanieren in Paris
Referat vor dem Hôtel de Ville
Flanieren in Paris
Notre-Dame de Paris am Abend

Es folgten, stets von erhellenden Referaten begleitete Stadtspaziergänge durch die Île de la Cité mit dem Besuch der Sainte Chapelle, dem Panthéon, der Bibliothèque Sainte-Geneviève und dem Jardin du Luxembourg und dem sich anschließenden Besuch des Musée d’Orsay. 

Flanieren in Paris
Panthéon
Flanieren in Paris
Sainte Chapelle

Ein Gang durchs Marais mit Aufenthalt auf dem luftigen Place des Vosges und Einblicken in die herrschaftlichen Hôtels de Sully und de Soubise durch Passagen und Galerien wie die reizende Galérie Vivienne, vorbei am hinter Bauzäunen verschwindenden Centre Pompidou zum Musée Picasso bis zur vor wenigen Jahren zum Museum durch Tadao Ando umgestalteten Bourse de Commerce, in der die Sammlung Pinault zu betrachten und abwechslungsreiche Installationen zu suchen (eine stotternde Maus) bzw. zu begehen (Nebelwelten) waren. 

Flanieren in Paris
Vor dem Selbstporträt im Picasso Museum
Flanieren in Paris
Im Nebel in der Bource de Commerce

Den Abschluss bildete ein Besuch des leider sehr überfüllten und überhitzten Louvre, das Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Algerien (2:0) sowie die Begehung des etwas abseits gelegenen, aber sehr empfehlenswerten Musées Marmotton, in dem eine Ausstellung zu Monet und eine zu Segantini zu erleben waren. 

Flanieren in Paris
Im Musée Marmotton
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Studierende im Foyer des Musée Marmotton

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