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"FrankenstAIn": In Ingolstadt trifft Shelleys Monster auf Künstliche Intelligenz

Am historischen Schauplatz von Mary Shelleys Roman fragt eine neue Veranstaltungsreihe: Was verbindet die Erschaffung des Monsters mit der Entwicklung von KI? Die KU startet ab April 2026 eine öffentliche Ringvorlesung und eine wissenschaftliche Konferenz, die Mary Shelleys Frankenstein mit aktuellen Fragen der Künstlichen Intelligenz verbinden. Die Veranstaltungen finden in den historischen Gebäuden der 1472 gegründeten Landesuniversität statt – genau dort, wo Shelleys Protagonist im Roman seine verhängnisvolle akademische Laufbahn beginnt.

„In Shelleys Roman kommt Victor Frankenstein nach Ingolstadt, um die Grenzen des Wissens zu überschreiten. Mehr als zweihundert Jahre später stehen wir mit Künstlicher Intelligenz vor ähnlichen Fragen: Wie weit dürfen wir gehen? Wer trägt die Verantwortung, wenn ungeahnte Gefahren entstehen?“, sagt Prof. Dr. Norbert Paulo, Inhaber der Stiftungsprofessur für Philosophie und Ethik der Digitalisierung an der KU und Initiator der Reihe.

Die Termine 

Die öffentliche Ringvorlesung startet am 23. April 2026 mit dem Vortrag „‘Climate change is the monster we made’ – Frankenstein, Naturkatastrophen und moderne Nachhaltigkeitsdiskurse“ und endet am 16. Juli 2026 mit einer Veranstaltung zum Einsatz von KI im Militär. Sie steht allen Interessierten offen und findet in den historischen Gebäuden der ehemaligen Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt statt.

Am 22. und 23. Oktober 2026 folgt die wissenschaftliche Konferenz „FrankenstAIn“. Sie bringt Perspektiven aus Philosophie, Politik, Literaturwissenschaft und Informatik zusammen und liest Shelleys Roman als Denkraum, in dem zentrale Fragen moderner Technologie bereits verhandelt werden. Unter den Hauptrednern ist Prof. Dr. Eileen Hunt von der renommierten University of Notre Dame (USA), die einige der wichtigsten Studien zum Werk Mary Shelleys geschrieben hat.

Hintergrund

In Mary Shelleys Roman von 1818 reist der junge Wissenschaftler Victor Frankenstein nach Ingolstadt, um an der dortigen Universität zu studieren. Aus Leichenteilen und Schlachtabfällen erschafft er eine Kreatur, die er nicht kontrollieren kann. Eine Geschichte, die zu einer der einflussreichsten Reflexionen über wissenschaftliche Verantwortung wurde. Ingolstadt ist der zentrale deutsche Schauplatz in Mary Shelleys Frankenstein. Mit der neuen Veranstaltungsreihe kehren die Fragen, die der Roman aufwirft, an genau diesen Ort zurück – zu einem Zeitpunkt, an dem Künstliche Intelligenz sie drängender macht denn je.
Die Veranstaltungsreihe ist an der School of Transformation and Sustainability der KU angesiedelt und wird von Prof. Paulo organisiert, der an der Schnittstelle von Philosophie, Ethik und Digitalisierung forscht.

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