Solidarität und Gewerkschaften: Zwischen konservierender und transformierender Interessenpolitik

Solidarität ist in aller Munde. Gleichzeitig befindet sich die Arbeitnehmersolidarität offenkundig in einer ernsten Krise. Einerseits nehmen Arbeitskonflikte zu, andererseits verzeichnen viele Gewerkschaften national wie international gravierende Mitgliederverluste. In  Deutschland ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad unter die 18%-Marke gesunken. Stammbelegschaften tendieren zu exklusiver Solidarität, die sich nicht nur gegen „oben“, sondern auch von „unten“ und „anders“ abzugrenzen sucht. Ist die Solidarität von Lohnabhängigen ein Auslausmodell, das den Realitäten eines globalen, digitalen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht wird. Klaus Dörre widerspricht solchen Pauschalurteilen. Gewerkschaftliche Solidarität ist, so seine These, zeitgemäßer denn je. Für eine Erneuerung ist es jedoch wichtig, dass die Gewerkschaften ihre Machressourcen offensiv nutzen und neue Allianzen eingehen, die sie zu progressiven Akteuren einer sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsrevolution machen.

Klaus Dörre

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