Ethische Grundlagen für Künstliche Intelligenz in der Luftfahrt

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Save the Date

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Künstliche Intelligenz - Innovationen für die Stadt von morgen!

 

„Die Evolution des menschlichen Geistes verkörpert sich in der Evolution der Technik.“ – Nora Arikha

 

Der erste Wissenschaftskongress Ingolstadt rückt näher! Lassen Sie sich durch Vorträge renommierter Speaker, Hochschulpartnern und Experten aus Forschung & Wirtschaft begeistern. Betrachten Sie KI aus unterschiedlichen Blickwinkeln und lassen Sie sich für Ihre Arbeit inspirieren.

 

Die Themen sind dabei so vielfältig, wie das Forschungsfeld „Künstliche Intelligenz“ selbst:

Mobilität, Medizin & Pflege, Ethik und Kunst & Kreativität.

 

Interessiert? Dann jetzt vormerken! Wir bitten Sie, das SAVE THE DATE auch an Fakultäten, Partner und Interessierte weiterzuleiten.

https://www.wissenschaftskongress-in.de/

 

Die Sprecher der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie zum Tod von Eberhard Schockenhoff

 

Mit großer Bestürzung und Fassungslosigkeit haben wir die Nachricht vom Tod unseres Kollegen Eberhard Schockenhoff aufgenommen. Wir trauern um einen Kollegen, der seit Jahrzehnten die deutschsprachige Moraltheologie durch seine Persönlichkeit und seine Schriften ganz wesentlich geprägt hat.

Eberhard Schockenhoff hat mit immenser Schaffenskraft wie wenige andere zahlreiche ethische Debatten in Kirche und Gesellschaft begleitet und inspiriert. Seine Schriften zählen zu den Referenztexten der Disziplin.

Sein klares Urteilsvermögen und seine umfassenden Kenntnisse haben ihn zu einem wichtigen Gesprächspartner im kirchlichen und politischen Raum werden lassen, wovon nicht zuletzt seine Mitgliedschaft im Deutschen Ethikrat zeugt. Über den deutschsprachigen Raum hinaus war er ein gefragter Moraltheologe und durch seine in andere Sprachen übersetzten Schriften bekannt. Verwurzelt in den großen christlichen Traditionen theologisch-ethischen Denkens, ging es ihm um dessen Vermittlung mit den modernen Ideen von Würde und Verantwortung.

Die Stimme von Eberhard Schockenhoff hatte in der Moraltheologie und weit darüber hinaus großes Gewicht und wird schmerzlich fehlen. Sein Tod riss ihn jäh aus Projekten, deren Rezeption im Fach gewiss war. Sein dem Leben zugewandter Glaube hat ihn zugleich unaufgeregt und ernsthaft die moralischen Fragen der Zeit durchdenken lassen. Seine eigenen Positionen und Argumente hat Eberhard Schockenhoff dabei immer dem kollegialen Diskurs ausgesetzt.

Wir gedenken des Verstorbenen im Gebet und trauern mit der Familie und den Freundinnen und Freunden, die ihn vermissen werden.

 

Christof Breitsameter/Stephan Goertz

München / Mainz, 19. Juli 2020

Neuerscheinungen
Treue und Vertrauen
Neuerscheinung

Aufgrund der zunehmenden moralischen Signifikanz technischer Artefakte plädieren zentrale Ansätze der Technikethik dafür, das klassischerweise dem Menschen vorbehaltene Attribut der Handlungsfähigkeit / „agency“ auf technische Artefakte auszuweiten. Nur so könne das komplexe Handlungsgeflecht bei Mensch-Maschine-Interaktionen angemessen beschrieben und im Hinblick auf die Frage nach Verantwortung ethisch bewertet werden. Im folgenden Artikel werden drei  dieser Ansätze (L. Floridi, D. G. Johnson, P.-P. Verbeek) vorgestellt und daraufhin untersucht, inwieweit sie ihrem Anspruch gerecht werden, deskriptiv wie normativ die Sachlage zu erhellen. Zusätzlich wird jedes Konzept am Beispiel des Dieselskandals konkret ausbuchstabiert und so noch einmal auf seine Erklärungskraft hin überprüft. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Agency-Attribution für technische Artefakte nicht nur keinen Mehrwert bietet, sondern sogar noch Verwirrung stiftet und überdies das Risiko der Verantwortungs-Verschleierung enthält.  

Due to the increasing moral significance of technical artefacts, increasingly common approaches in technical ethics attempt to expand the attribution of agency to technical artefacts, a task traditionally reserved for human beings.These approaches argue that this is the only proper way to describe and evaluate the complexity of human-machine-interaction from an ethical perspective, especially with regard to the question of responsibility.In the following article, we present three of these approaches (L. Floridi, D. G. Johnson, P.-P. Verbeek) and analyse to what extent they do justice to their claim to clarify matters both descriptively and normatively.To test their explanatory power, each concept is spelled out in practice, using the diesel emissions scandal as an example.The study comes to the conclusion that attributing agency to technical artefacts creates no additional benefit but causes even more confusion and runs the additional risk of obscuring ethical responsibility.