Nachhaltigkeit als Profilmerkmal: KU legt zwölften Nachhaltigkeitsbericht vor

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat ihren neuen Nachhaltigkeitsbericht 2024/25 veröffentlicht. Mit der inzwischen zwölften Ausgabe dokumentiert die KU erneut systematisch, wie sie nachhaltige Entwicklung in Forschung, Lehre, Campusbetrieb, Governance, Transfer und studentischem Engagement verankert. Seit 2012 erscheint der Bericht jährlich und unterstreicht damit die Vorreiterrolle der KU im deutschen Hochschulraum.

„Nachhaltige Entwicklung gehört zu den profilbildenden Querschnittsaufgaben der KU“, heißt es im Bericht. Die nun in deutscher und englischer Sprache vorgelegte Ausgabe fasst die Entwicklungen und Aktivitäten der Jahre 2024 und 2025 zusammen und zeigt, wie die Universität ihren Whole-Institution-Approach weiter ausgebaut hat – also Nachhaltigkeit als gesamtuniversitäre Aufgabe versteht.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die weitere institutionelle Stärkung des Themas: Mit der 2023 gegründeten School of Transformation and Sustainability (STS) etabliert sich an der KU eine Fakultät, die sich dezidiert Fragen des sozial-ökologischen Wandels widmet. Im Wintersemester 2024/25 startete dort der neue Bachelorstudiengang „Transformation – Nachhaltigkeit – Ethik“.

Auch im Bereich Forschung zeigt der Bericht die thematische Breite nachhaltigkeitsbezogener Aktivitäten an der KU. Auf den Webseiten zum Thema Nachhaltigkeit sind inzwischen 55 laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte dokumentiert. Sie reichen von Fragen nachhaltiger Wirtschaftspolitik über Biodiversität und Auenentwicklung bis hin zu Mobilität, Klimaresilienz und demokratischer Teilhabe. Dass Nachhaltigkeitsforschung an der KU weiter an Profil gewinnt, zeigt sich auch an neuen oder neubesetzen Professuren – etwa für nachhaltige Wirtschaftspolitik.

KU seit mehr als zehn Jahren EMAS-zertifiziert

Im Hochschulbetrieb verfolgt die KU ihren nachhaltigen Kurs ebenfalls konsequent weiter. 2025 erhielt sie zum zehnten Mal die EMAS-Zertifizierung; seit 2019 ist sie zudem als erste deutsche Universität nach EMASplus zertifiziert. Der Bericht verweist auf deutliche Fortschritte bei zentralen Umweltkennzahlen: So liegt die Recyclingpapierquote bei 99,24 Prozent, womit die KU im Papieratlas-Hochschulwettbewerb 2025 den vierten Platz erreichte. Auch die Treibhausgasemissionen im Bereich der bislang bilanzierten Scopes 1 und 2 konnten über die vergangenen Jahre deutlich reduziert werden; 2024 wurde hier ein neuer Tiefstwert erreicht. Zugleich benennt der Bericht offen bestehende Herausforderungen – etwa bei der Pendelmobilität zwischen den Standorten oder bei der künftig umfassenderen Einbeziehung von Scope-3-Emissionen.

Nachhaltigkeitsbericht

Ein weiterer markanter Punkt ist der Ausbau von Nachhaltigkeitsgovernance und Beteiligung: Die 2023 eingerichtete Funktion einer Chief Sustainability Officer wurde weiter gestärkt; künftig sollen CSO, Nachhaltigkeitskoordination, Campusnachhaltigkeitsmanagement und Green Office in einem Sustainability Office zusammengeführt werden. „Nachhaltigkeit braucht klare Zuständigkeiten, gute Vernetzung und verbindliche Prozesse, damit sie in allen Bereichen der Universität wirksam werden kann“, sagt Chief Sustainability Officer Eva-Maria Hugo. Parallel dazu wurden Strategieprozesse unter anderem in den Bereichen Mobilität, Biodiversität und nachhaltige Beschaffung angestoßen.

Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft 

Große Sichtbarkeit gewinnt Nachhaltigkeit an der KU auch im Transfer in Gesellschaft und Region. Der Zukunftscampus im Georgianum in Ingolstadt hat sich zu einem Ort des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft entwickelt. Formate wie das Future Festival, das regionale Zukunftsbarometer, Ausstellungen oder das Netzwerk „Lernorte für Nachhaltigkeit“ zeigen, wie die KU wissenschaftliche Expertise mit gesellschaftlichen Transformationsfragen verbindet.

„Der neue Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert eine Entwicklung, die die KU seit vielen Jahren prägt: Schon früh hat die Universität Nachhaltigkeit nicht auf Einzelmaßnahmen reduziert, sondern als strategische Aufgabe der Gesamtinstitution begriffen. Die aktuelle Ausgabe zeigt erneut, wie die Universität diesen Anspruch weiter konkretisiert – mit neuen Strukturen, sichtbaren Erfolgen und dem offenen Blick auf verbleibende Herausforderungen“, sagt Prof. Dr. Klaus Stüwe, Vizepräsident für Internationales und Profilentwicklung, der innerhalb des Präsidiums für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich zeichnet.

Ein zentrales Merkmal des KU-Ansatzes bleibt schließlich das starke studentische Engagement. Das Green Office an den Standorten Eichstätt und Ingolstadt hat mit Nachhaltigkeitswochen, Kleidertausch- und Upcycling-Aktionen sowie Kooperationen mit regionalen Partnern zahlreiche niedrigschwellige Angebote geschaffen. Dass studentisches Engagement an der KU als eigenes Handlungsfeld fest in der Nachhaltigkeitsstrategie verankert ist, bleibt dabei ein besonderes Merkmal.

Der vollständige Nachhaltigkeitsbericht 2024/25 ist online abrufbar unter www.ku.de/unileben/nachhaltige-ku/nachhaltigkeit-an-der-ku/nachhaltigkeitsberichte-und-nachhaltigkeitsprogramme/nachhaltigkeitsberichte 


Text: Christian Klenk

Nachhaltige KU
SDG Circle

Die KU hat sich das Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in allen Bereichen des universitären Lebens, der Lehre und Forschung zu integrieren, zu leben und kontinuierlich weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang hat die KU eine Vision für eine nachhaltige Zukunft: Ökologische und soziale Verantwortung sollen Hand in Hand gehen, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die lokal und global wirken. Als engagierte Universität arbeitet die KU deshalb eng mit vielfältigen Partnerinnen und Partnern in allen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen zusammen. In ihrer Rolle als Vorreiterin will sie auch Vorbild und Impulsgeberin für eine gelingende Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sein.

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