Staats- und Seminarbibliothek

Gebäude Staats- und Seminarbibliothek

Hofgartenbibliothek
Adresse

Hofgarten 1
85072 Eichstätt

 

Teilbibliothek 3

Handschriften, Inkunabeln, alte Drucke bis 1800, Graphische Sammlung, historische Tonträger, historische Karten, Nachlässe

Gebäudeinfos

Staats- und Seminarbibliothek

Architekten: Karljosef Schattner und Andreas Fürsich

Bauzeit: 1963 bis 1965

Nachdem die ehemalige Sommerresidenz den ständig wachsenden Bücherbestand der Seminarbibliothek nicht mehr zu fassen vermochte, wurde ein Bibliotheksneubau notwendig. Er entstand 1963 bis 1965 südwestlich des Hofgartens mit seinen Pavillons, eingebettet in die ruhig-idyllische Grünlandschaft der Altmühlauen. Für 400 000 Bände konzipiert, bot er fortan Raum für die seit 1965 zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasste Staats- und Seminarbibliothek.

Der zentrale Magazinspeicher ist mit Sichtbetonscheiben verkleidet, die vertikale Fensterschlitze freilassen. Die ihn umgebenden eingeschossigen Flachdachbauten bestehen aus weiß geschlämmten Ziegelsichtmauerwerk und Dachkonstruktionen aus Leimschichtholzbindern. Auf der Südseite umschließen Ost- und Westflügel ein kontemplatives Atrium von skandinavischer Sachlichkeit, zu dem sich die Fassaden großzügig öffnen. Der Lesesaal nimmt dabei fast den gesamten Westtrakt des Gebäudes ein, wird westseitig durch ein Lichtband über den Regalen, auf der Süd- und Ostseite durch eine bis zum Boden reichende Fensterfront belichtet. Dem Atrium ist ein weiteres Höfchen vorgelagert, dessen hohe Umfassungsmauer Ruhe und Intimität der Anlage zusätzlich betont. Vergitterte Mauerdurchbrüche beziehen hier die angrenzende Landschaft der Flussauen mit ein – eine deutliche Reminiszenz an die spätbarocke Naturinszenierung der benachbarten Hofgartenbegrenzung. (Grund)