Wie lässt sich die Zusammenarbeit von Menschen und KI in der Wissensarbeit produktiv, fair und verantwortungsvoll organisieren? Mit dieser Frage befasst sich künftig ein internationales wissenschaftliches Netzwerk, das von zwei Wirtschaftswissenschaftlerinnen koordiniert wird: Dr. Marah Blaurock vom Lehrstuhl für ABWL und Dienstleistungsmanagement der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Dr. Ellen Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Unternehmensführung an der Universität Hohenheim. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Netzwerk „AI in Knowledge Work: an Interdisciplinary Network of Early Career Researchers on Uncovering the Implications of AI in Knowledge Work“ in ihrer Förderlinie „Wissenschaftliche Netzwerke“ mit rund 54.000 Euro.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte Wissensarbeit – also Tätigkeiten, bei denen Menschen analysieren, planen, entscheiden, kommunizieren oder Inhalte entwickeln. Gerade in diesen Bereichen greifen Beschäftigte immer häufiger auf KI-Systeme zurück. Das eröffnet neue Möglichkeiten, wirft aber zugleich grundlegende Fragen auf: Wie verändert KI berufliche Rollen, Verantwortung und Zusammenarbeit? Wann unterstützt sie Kreativität und Effizienz – und wann entstehen neue Abhängigkeiten, Unsicherheiten oder Fehlentscheidungen? Und welche ethischen und rechtlichen Leitplanken braucht ihr Einsatz?