Water, Power, and Hydrosocial Inequalities in Latin America

Wie können Maßnahmen gegen Wasserknappheit soziale Ungleichheiten verstärken? Am Beispiel Chiles untersucht Jessica Budds, wie Wassermärkte, staatliche Maßnahmen und individuelle Reaktionen auf Dürren bestehende Machtverhältnisse stabilisieren und kollektive Lösungsansätze erschweren.

Water, Power, and Hydrosocial Inequalities in Latin America

Prof. Dr. Jessica Budds | Universität Bonn

Wie beeinflussen Maßnahmen zur Verbesserung der Wassersicherheit soziale Ungleichheiten und den Zugang zu Wasser?

Chile ist seit mehr als einem Jahrzehnt von erheblicher Wasserknappheit und Dürren betroffen. Neben anhaltender Trockenheit trägt insbesondere die intensive Wassernutzung durch Landwirtschaft, Bergbau und Forstwirtschaft zu dieser Entwicklung bei.

Ausgehend vom Konzept des hydrosocial cycle, das die wechselseitigen Beziehungen zwischen Wasser und Gesellschaft untersucht, analysiert Jessica Budds die Wasserpolitik in Chile. Am Beispiel des Flusseinzugsgebiets La Ligua zeigt sie, wie staatliche Maßnahmen zur Ausweitung der Wasserversorgung und individuelle Reaktionen auf Dürren bestehende Machtverhältnisse stabilisieren und kollektive Lösungsansätze erschweren können.

Der Vortrag hinterfragt, inwiefern Maßnahmen gegen Wasserknappheit zugleich ein Wassermarktmodell aufrechterhalten, das zur ungleichen Wasserverteilung beiträgt.

Veranstaltungsinformationen

Datum: Mittwoch, 18. November 2026
Uhrzeit: 18:00–20:00 Uhr
Ort: DP8-102, KU Eichstätt-Ingolstadt
Format: Hybrid (Präsenz und Zoom)
Vortragssprache: Englisch

Zoom-Zugang

https://kuei.zoom-x.de/j/67220775687?pwd=nINr8gGThvNdMc1UpLnP1jQ2Tb9LxU.1

Meeting-ID: 672 2077 5687
Kenncode: WLS26-27

Der Vortrag findet im Rahmen der ZILAS-Vortragsreihe im Winter 2026/27 zum Thema Umweltgerechtigkeit in Lateinamerika statt.