Prof.in Dr. Wilma Schönauer-Schneider (Universität Regensburg)
Sprachentwicklungsstörungen sind mit einer Prävalenz von fast 10 % eine der häufigsten Entwicklungsstörungen im Kindesalter. Sie wirken sich negativ auf schulisches Lernen und soziale Interaktion aus. Im Vortrag werden deshalb Beeinträchtigungen im Bereich Sprache und Kommunikation im Überblick mit schulischen Auswirkungen und Herausforderungen in der Inklusion erläutert. Der Ausblick enthält grundlegende Förderaspekte für inklusive Settings.
FIBS: E2142-0/26/440657
Fabian Schwab (Universität Erlangen-Nürnberg), Franziska Herzner (Universität Eichstädt-Ingolstadt)
Wie kann sprachsensibler Unterricht in heterogenen Lerngruppen der Primarstufe gelingen?
Die Veranstaltung vermittelt theoretische Grundlagen und praxisnahe Ansätze für einen inklusiven Umgang mit Sprache im Grundschulunterricht. Im Fokus stehen die Reflexion der Lehrkräftesprache, die digitale Unterstützung bei der Erschließung von Lesetexten sowie Methoden der systematischen Wortschatzarbeit. Zudem wird die Generierung KI-gestützter Lernsongs als Instrument zur aktiven Sprachverständnisüberwachung vorgestellt.
FIBS: E2142-0/26/440659
Simon Wagner, Stefan Vitzthum (TU München)
Wie kann sprachsensibler Fachunterricht in heterogenen Lerngruppen der Sekundarstufe gelingen?
Die Veranstaltung zeigt praxisnahe Methoden und konkrete Beispiele zur Sprachförderung in der Sekundarstufe (insbesondere an beruflichen Schulen) auf.
Im Fokus stehen alltagstaugliche Strategien für einen inklusiven und diversitätsbewussten Unterricht zur Sprachförderung.
Impulse aus Praxis und Forschung liefern direkt anwendbare Ideen für den Fachunterricht.
FIBS: E2142-0/26/442215
Tina Eben (Universität Bayreuth), Eva Rappöhn (Universität Erlangen-Nürnberg), Sabrina Fischer (Universität Regensburg)
Angehenden und praktizierenden Lehrkräften werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Lesekompetenz, ihrer Diagnostik und Förderung vermittelt. Im Fokus steht die Verzahnung zentraler Theorien des Leseverstehens mit handlungsorientierten Förderansätzen wie dem Tandemlesen. Darüber hinaus werden standardisierte Testverfahren vorgestellt, mit denen Leseschwierigkeiten differenziert erfasst werden können.
FIBS: E2142-0/26/442217
Max Balling (Universität Bayreuth), Nina Hertstein (Universität Bayreuth)
Die Einheit richtet sich an angehende und praktizierende Lehrkräfte. Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen einer Rechtschreibstörung, der Diagnoseprozess sowie standardisierte Rechtschreibtests beleuchtet. Zudem werden Maßnahmen zur Förderung der Rechtschreibkompetenz vorgestellt.
FIBS: E2142-0/26/442221
Prof.in Dr. Sarah Désirée Lange (Universität Erlangen-Nürnberg)
Der rote Faden des Vortrags führt von empirischen Ergebnissen zu den Überzeugungen von Lehrkräften zu Mehrsprachigkeit über didaktische Zugänge zum lernförderlichen Nutzen dieser Ressource im Unterricht hin zu dem Potenzial, das KI-gestützte Lernumgebungen für die Gestaltung von sprachsensiblem, inklusivem Unterricht bieten.
FIBS: E2142-0/26/442223
Dr. Michael Richter, Petra Ringelmann-Blank (Universität Bamberg), Andreas Janka (LMU München)
In diesem Beitrag zur Ringveranstaltung soll es um die Kommunikationsmuster von Rechtspopulisten gehen. Eine gesteigerte Wachsamkeit und Einblick in diesen Kommunikationsstil sind wichtig, um ein Abrutschen der gesellschaftlichen Debatte - gerade auch zur Inklusionsthematik - zu verhindern und damit der Gefährdung unserer Demokratie und einer Spaltung unserer Gesellschaft aufmerksam zu begegnen. Rechtspopulistische Äußerungen müssen nicht unwidersprochen hingenommen werden. Hierzu soll ein Beitrag geleistet werden.
FIBS: E2142-0/26/442229
Dr. Florian Salzberger (Universität Passau), Carolin Miedl (St.-Notker Schule Deggendorf)
Die beiden Referierenden entwickelten in ihrer schulischen Arbeit Lautvideos, die die wesentlichen Komponenten der Lautproduktion (Zunge, Lippen, Luftstrom) in Innen- und Außenansicht visualisieren. Dieses Material kann unkompliziert und gewinnbringend im Schriftspracherwerbsprozess aller Schulformen und im DaZ-Bereich eingesetzt werden. Es ermöglicht so unterschiedlichen Schülergruppen wie Kindern mit Migrationshintergrund, mit Autismus, mit einer Lern-, Sprach-, Hör- oder geistigen Beeinträchtigung individuelle Teilhabe am Menschenrecht auf Bildung im Sinne der Inklusion. Gleichzeitig eröffnet es allen Schülerinnen und Schüler einen weiteren Lernzugang. Im Vortrag werden neben der theoretischen Verortung der Materialien im Schriftspracherwerb auch praktische Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Unterrichtssituationen vorgestellt.
FIBS: E2142-0/26/442231
Veronika Weiß (Universität Regensburg), Andreas Janka (LMU München), Marion Weithaler (Universität Augsburg)
Sprache ist die Basis unseres alltäglichen Lebens und Grundlage für Selbstbestimmung und Teilhabe. Für Menschen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, die sich nicht oder nur eingeschränkt über verbale Sprache ausdrücken können, sind alltägliche Handlungen häufig mit Barrieren verbunden. Hier setzt „Unterstützte Kommunikation“ (UK) an. Im Vortrag soll UK und ihr Einsatz in Schule und Unterricht im Fokus stehen. Was ist UK? Welche Formen und Hilfsmittel gibt es? Wie werden diese in Schule und Unterricht eingesetzt?
FIBS: E2142-0/26/442233
Johanna Brünker (Universität Würzburg), Dr.in Julia Mach-Würth (Universität Bamberg)
Die Veranstaltung öffnet den Blick für eine oft übersehene Gruppe von Kindern und Jugendlichen: Schüler:innen mit selektivem Mutismus. Sie zeigt, wie Lehrkräfte durch Wissen, Haltung und konkrete Strategien positive Veränderungen im Schulalltag bewirken können. Die Teilnehmenden lernen theoretische Hintergründe kennen und erfahren praxisnah, wie unterstützendes Verhalten aussieht, welche Stolpersteine im Schulkontext auftreten und wie eine gelingende Zusammenarbeit mit Eltern und pädagogischen bzw. therapeutischen Fachkräften aufgebaut wird. Ein Fallbeispiel führt Theorie und Praxis zusammen.
FIBS: E2142-0/27/442234
Prof.in (Univ. Thess.) Dr. Jutta Wolfrum (Universität Bamberg)
Dieser Beitrag ist ein Plädoyer für die Förderung von Mehrsprachigkeit im Unterrichtsalltag.
Denn: Auch wenn viele Studierende und (angehende) Lehrkräfte den Einbezug mehrsprachlicher Kompetenzen in den Sprachunterricht als grundsätzlich sinnvoll erachten, dominiert in vielen Klassenzimmern die Einsprachigkeit, der vor über dreißig Jahren diagnostizierte „monolinguale Habitus“ (Gogolin 1994) konnte noch immer nicht verdrängt werden.
Anknüpfend an dafür verantwortlich zeichnende Vorbehalte und Vorurteile werden daher Konzepte und didaktische Handlungsschritte aufgezeigt, die den Weg in eine mehrsprachige Unterrichtspraxis ebnen und Mut machen sollen, die Herkunftssprachen unserer Lernenden als festen Bestandteil zu verankern.
FIBS: E2142-0/27/442235
Hier erhalten Sie das Programm als pdf-Datei.
Studierende aller Lehrämter, Lehramtsanwärter/-innen, Referendar/-innen, Lehrkräfte aller Schularten und alle Interessierten.
Online-Veranstaltung
Lehrkräfte melden sich über FIBS an.
Lehramtsstudierende, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, Referendainnen und Referendare sowie Dozierende der KU melden sich mit Angabe des gewünschten Veranstaltungstitels unter folgender E-Mail-Adresse an: workshop-zlb(at)ku.de.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne jederzeit an Frau Franziska Herzner, franziska.herzner(at)ku.de, wenden.